Fußball
Zuversicht kontra Euphorie

Frankfurt. Im Millionenspiel um den Bundesliga-Verbleib soll "Fußballgott" Alexander Meier der Frankfurter Eintracht ein Happy End bescheren. Der Kapitän und Torjäger steht im Hinspiel der Relegation gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg an diesem Donnerstag (20.30 Uhr/ARD) nach elf Wochen Abstinenz vor seinem Comeback. "Er ist gesund und sicherlich eine Alternative. Ich bin zuversichtlich, dass er auflaufen kann", sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac am Mittwoch.

Meier soll in dem von der Polizei als Risikospiel eingestuften Duell mit den Franken die zuletzt lahme Offensive der Hessen beleben. Einen Sturmlauf werden die 51 500 Fans - darunter 5000 aus Nürnberg - in der ausverkauften Frankfurter Arena wohl kaum erleben. "Das erste Spiel ist immer von der Taktik geprägt, um nicht schon alles zu verlieren. Wir dürfen nicht glauben, nur nach vorne stürmen zu müssen. Es wäre mir zwar das Liebste, wenn die Sache schon nach dem ersten Spiel entschieden wäre, aber so naiv bin ich nicht", sagte Kovac.

Die Eintracht ist bei den Buchmachern Favorit. Auf der anderen Seite hat sie mehr zu verlieren als der Club. Das könnte Kopf und Beine der Kovac-Truppe lähmen. Der Abstieg würde Frankfurt in den kommenden Jahren geschätzt 70 bis 80 Millionen Euro kosten. Die Statistik spricht für die Hessen. In den bisherigen 17 Relegationen behielt zwölf Mal der Bundesligist die Oberhand, darunter auch zweimal die Eintracht - 1984 gegen den MSV Duisburg und 1989 gegen den 1. FC Saarbrücken.

Auch die Nürnberger haben in der Bundesliga-Relegation noch eine weiße Weste. 2009 gelang gegen Energie Cottbus der Aufstieg, ein Jahr später gegen den FC Augsburg der Klassenverbleib. Nach zwei Jahren im Unterhaus sieht der Club nun die Zeit für ein Bundesliga-Comeback gekommen. "In der ganzen Spielzeit haben wir Selbstvertrauen getankt. Jetzt versuchen wir, ihr das i-Tüpfelchen aufzusetzen und in der Relegation noch etwas zu reißen", verkündete Trainer René Weiler zuversichtlich. Seine Mannschaft brenne darauf, den letzten Schritt zu gehen.
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