Fußball
Zwei Chancen reichen

Der FC Augsburg hat im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Sieg gefeiert und Werder Bremen noch tiefer in den Abstiegsstrudel gestoßen. Die Augsburger gewannen gegen den unmittelbaren Konkurrenten mit Glück.

Bremen. So geht erfolgreicher Abstiegskampf. Mit gnadenloser Effektivität hat sich der FC Augsburg im Tabellenkeller etwas Luft verschafft. Aus zwei Chancen machte der FCA in Bremen zwei Tore und überholte Werder Bremen mit dem 2:1 (0:1) in der Tabelle. "Ich spiele natürlich lieber besser und gewinne", sagte Kapitän Daniel Baier: "Aber in unserer Situation ist es egal, wie wir punkten." Das Ergebnis sei "für den Kopf und die Tabelle brutal wichtig", frohlockte der Mittelfeldspieler.

Sein Team sei nicht nach Bremen gefahren, "um die Sterne vom Himmel zu spielen", ergänzte Baier. Er freute sich mit seinen Kollgen über die Tore von Alfred Finnbogason (53. Minute) und des eingewechselten Jeon-Ho Hong (87.). Für die später entsetzten Bremer hatte Florian Grillitsch (43.) am Samstag im Weserstadion die Führung erzielt.

Die Augsburger, denen der erste Bundesligasieg nach sechs Pflichtspielen ohne Dreier gelang, dürfen etwas durchpusten. Auch die Diskussionen um einen erwarteten Wechsel von Trainer Markus Weinzierl sind vorerst verstummt.

"Ich bin natürlich sehr erleichtert, dass wir diese drei Punkte holen konnten", sagte der Coach: "In der ersten Halbzeit haben wir bestimmt nicht das Beste gespielt, was wir können." Die Bremer dominierten gegen die stark ersatzgeschwächten Augsburger, erspielten sich aber zu wenig Chancen. Die Augsburger kamen hingegen selten nach vorne und waren deutlich schwächer als die Gastgeber - aber sie nutzten später ihre wenigen Möglichkeiten eiskalt.

"Wir wären auch mit einem Punkt zufrieden gewesen", gab Baier nach dem unerwarteten Sieg zu: "Jetzt sind es drei, wir sind überglücklich." Die kleine Gruppe Augsburger Fans feierte, während die Werder-Anhänger ihre Mannschaft gnadenlos auspfiffen.

"Wir sind eine Mannschaft, die intakt ist", betonte Altintop. "Das war kein ästhetisch schönes Spiel, aber das zählt überhaupt nicht." Für den Routinier war der erkämpfte Sieg "die Bestätigung, dass wir eine geile Truppe sind, die zusammenhält."
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