Gastmannschaft SV Heimstetten spielt im Stadion am Schanz gegen FC Amberg
Der SV Heimstetten kommt

Die Relegation kann beginnen! Seit Wochen fiebern die FC-Fans den Aufstiegspartien entgegen, die Spieler von Trainer Timo Rost sind bereit - und seit Dienstag am späten Abend wissen auch die Heimstettener, wo sie am Mittwoch anzutreten haben: Im Stadion am Schanzl. Bild: Ziegler

Amberg. (mre) Vor dem FC Amberg liegen - im Idealfall - vier Spiele auf dem Weg in die Fußball-Regionalliga. Das erste am Mittwoch, 3. Juni. Und seit Dienstagabend um halb elf steht auch der Gegner fest.

Zu Gast im Stadion am Schanzl ist um 18.30 Uhr der SV Heimstetten. Hätte der TSV 1860 München am Dienstagabend durch die erfolgreiche Relegation gegen Holstein Kiel nicht den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga fix gemacht - man hätte in Heimstetten das erklärte Saisonziel Regionalligaverbleib feiern können. Aber weil es eben keine norddeutsche Schützenhilfe gab, liegt das Schicksal jetzt in der eigenen Hand - und so muss der SV Heimstetten nach Amberg.

Drei Jahre Regionalliga

"Wir haben uns darauf vorbereitet wie auf jedes andere Spiel auch", erklärt Trainer Vitomir Moskovic. Der Kroate sitzt seit dem neunten Spieltag in Heimstetten auf der Bank, übernahm damals das Traineramt von Rainer Elfinger mit dem Auftrag, das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen und den SVH damit in das vierte Jahr Regionalliga in Folge zu führen. Dabei wackelte der Klassenerhalt schon in der vergangenen Spielzeit gehörig. Da entkam man mit einem Punkt Vorsprung auf Rosenheim der Relegation nur hauchdünn.

Wenige Siege

Daraus wurde in diesem Jahr nichts, in der Endabrechnung stand Platz 15 mit 34 Punkten und einem Torverhältnis von 40:58. Heimstetten kassierte dabei die drittmeisten Gegentreffer der Liga, Siege gab's eigentlich nur gegen Teams aus der unteren Tabellengegend. Zwar ist der SVH seit Mitte April und damit seit sechs Partien ungeschlagen, doch die Ergebnisse zeigen auch nicht unbedingt einen klaren Aufwärtstrend: So gab es gegen Absteiger Seligenporten einen 2:1-Sieg und je ein 1:1 gegen Eintracht Bamberg (ebenfalls Absteiger) und den anderen Süd-Releganten VfR Garching. Keine Ergebnisse, die für ein extremes Selbstvertrauen sorgen. Herz der Mannschaft ist Kapitän und Mittelfeldmotor Christoph Schmitt, die Torjägerliste führen Clemens Kubina (Verteidigung) und Danijel Majdancevic (Sturm) mit je sechs Treffern an.

Ein heißer Tanz

Fakten, die aber jetzt in der Relegation nicht mehr zählen, weiß auch Trainer Vitormir Moskovic, der mit einem heißen Tanz rechnet, in dem die Entscheidung nicht in Amberg fallen wird: "Wir haben viele Infos über den FC Amberg eingeholt. Aber die Teams kennen sich nicht. Entschieden wird die Relegation erst im Rückspiel." Und dass das am Sonntag, 7. Juni, um 16 Uhr vor heimischer Kulisse steigt, sei natürlich ein Vorteil: "Man hat die Zuschauer auf seiner Seite und meine Spieler kennen den Platz bestens."

Kein Kopfzerbrechen

Sicher kein Nachteil, doch nichts, was dem FC Amberg Kopfzerbrechen bereiten würde. Da freut man sich einfach nur: "Egal, was passiert: Wir können nur gewinnen. Der Aufstieg wäre das i-Tüpfelchen auf eine tolle Saison. Wir werden alles reinhauen, aber wenn es nicht klappt, dann ist es auch kein Beinbruch", so FC-Trainer Timo Rost. "Wir haben nichts zu verlieren, der Druck liegt beim Regionalligisten. Dennoch hofft Rost auf ein gutes Ergebnis im Hinspiel: "Das Ziel ist das gleiche wie immer: Wir wollen gewinnen. Dafür brauchen wir aber auch die Unterstützung der Zuschauer."

Gute Nachricht

Egal, wie die Relegation beginnt: Eine gute Nachricht gab es schon für die FC-Fans. Denn die Mannschaft bleibt für die kommende Saison im Großteil so zusammen - egal ob in der Bayern- oder der Regionalliga. Davor steht aber erst einmal die Hürde Heimstetten. Die Rost-Elf scheint bereit. Fehlen wird lediglich Alexander Jobst (Schulterverletzung).

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Ceesay (15), Gorgiev (5), Hock (2), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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