Gegen den HSV aber ohne Angreifer Moritz Hartmann
FC Ingolstadt auf Euphoriewelle

Auf die Sicherheit von Schlussmann Ramazan Özcan kann sich der FC Ingolstadt verlassen, denn der musste mit dem Aufsteiger noch kein Bundesliga-Gegentor hinnehmen. Klar, dass er heute auch im Kasten der Schanzer gegen den HSV steht. Bild: dpa
Nach dem Coup in Bremen wollen die Effektivkünstler des FC Ingolstadt im nächsten Nord-Süd-Duell nachlegen und weiter die Fußball-Bundesliga aufmischen. Gegen den Hamburger SV muss der Aufsteiger am Dienstag (20.00 Uhr) allerdings auf einen seiner zwei Matchwinner von der Weser verzichten: Stürmer Moritz Hartmann fehlt wegen einer Magen-Darm-Grippe, wie Coach Ralph Hasenhüttl am Montag berichtete. Ramazan Özcan darf dagegen weiter das Tor der Oberbayern hüten - kein Wunder bei bislang vier Einsätzen ohne Gegentreffer.

Mit so einem Saisonstart inklusive zehn Punkten aus fünf Partien und Tabellenplatz sechs hatten die kühnsten Optimisten in Ingolstadt nicht gerechnet. Nun bemühen sich die "Schanzer" um Zurückhaltung. "Wir schwimmen derzeit auf einer Europhoriewelle, aber wir lassen uns von dem Traumstart nicht täuschen", sagte Özcan der "Welt" (Montag).

Der Schlussmann hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg, hielt er seinen Kasten in den vier Partien doch sauber. Beim 0:4 am zweiten Spieltag gegen Borussia Dortmund stand Teamkollege Ørjan Nyland im Tor - denn eigentlich wollte Trainer Hasenhüttl die beiden Torhüter abwechselnd auflaufen lassen. Davon hat er aber Abstand genommen, gegen den HSV darf wieder Özcan ran. Die Rotation "liegt momentan ein bisschen auf Eis", sagte Hasenhüttl. "Mit Rambo ist die Mannschaft unglaublich stabil, da macht es keinen Sinn, auf dieser Position zu rotieren."

Am liebsten würden die Ingolstädter mit der eingespielten Truppe durchspielen. "Wir müssen meistens mehr laufen als der Gegner, aber ich habe das Gefühl, dass wir uns das leisten können", sagte Hasenhüttl. "Ich muss nicht rotieren, nur um des Rotieren Willens."

Zu einem Wechsel im Kader ist der Coach gezwungen; für den erkrankten Hartmann dürfte Stefan Lex auflaufen. Hartmann war beim 1:0 in Bremen in der Nachspielzeit per Elfmeter der Siegtreffer gelungen. Es war der dritte 1:0-Erfolg des FCI in der Saison, dazu kommt ein 0:0 gegen Vizemeister Wolfsburg. Daher rangieren die Oberbayern trotz der kuriosen Torbilanz von 3:4 - weniger Treffer gelangen nur Schlusslicht Mönchengladbach - derzeit im oberen Tabellendrittel.
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