Gegen Sandhausen muss Weiler erneut umstellen - Fröhling beim TSV 1860 "unrauswerfbar"
Club braucht Zeit und Punkte

Club-Trainer René Weiler feuert seine Spieler an: Im Heimspiel gegen den SV Sandhausen muss der Schweizer seine Defensive umbauen. Bild: dpa
Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg muss im Heimspiel gegen den SV Sandhausen auf Sebastian Kerk verzichten. Der Mittelfeldakteur fällt in der Partie am Samstag (13.00 Uhr) wegen Adduktorenproblemen aus. Fraglich ist der Einsatz von Innenverteidiger Georg Margreitter wegen einer Erkältung. "Diese ständigen Änderungen sind schon nicht einfach. Gerade für die Automatismen und die Stabilität in der Abwehr", sagte Trainer René Weiler am Donnerstag. "Wir befinden uns in einem Findungsprozess. Wir brauchen noch Zeit, aber gleichzeitig auch Punkte."

Nach der 2:3-Niederlage im Derby bei der SpVgg Greuther Fürth (Weiler: "Der Frust war natürlich groß") will der FCN wieder in die Erfolgsspur. "Eine Trotzreaktion ist immer gefragt, wenn man ein Spiel verloren hat. Wir werden alles unternehmen, um die Punkte bei uns zu behalten", sagte der Nürnberger Trainer.

Beide Mannschaften trafen in der Liga zweimal aufeinander. In der vergangenen Saison setzten sich dabei jeweils die Heimmannschaften durch. Zur Partie am Samstag werden 25 000 Zuschauer erwartet.

Necat Aygün, Sportchef von Fußball-Zweitligist TSV 1860 München, hat indes Trainer Torsten Fröhling auch nach dem missglückten Saisonstart den Rücken gestärkt. "Sein Anteil, dass wir die Klasse gehalten haben, war riesig. Er kam ja in einer Extremsituation und hat dann alle mit seiner ehrlichen, emotionalen Art überzeugt. Mit der Punkteausbeute sind wir natürlich alle nicht zufrieden, aber gemeinsam kommen wir da unten wieder raus", sagte Aygün dem "Münchner Merkur".

Der "Löwen"-Sportchef würde den Trainer sogar als "unrauswerfbar" bezeichnen, wie es kürzlich Gladbachs-Manager Max Eberl mit Blick auf Coach Lucien Favre getan hatte. "Ja, würde ich, klar. Unser Ziel ist, etwas aufzubauen. Die Mannschaft vertraut ihm, wir vertrauen ihm - das Verhältnis zum Trainer ist top intakt", erklärte Aygün.

Den Abstiegskampf will Aygün auch nach Platz 17 nicht ausrufen. "Man darf die aktuelle Situation nicht schönreden, aber Panik zu schüren, bringt nichts.", sagte der Sportchef. Nach sechs Spieltagen liegen die sieglosen Münchner punktgleich mit Schlusslicht MSV Duisburg auf dem vorletzten Platz.
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