Geoff Ward bleibt cool

Der Mannheimer Trainer Geoff Ward steht gestikulierend an der Bande. Die Adler führen gegen Wolfsburg mit 3:0-Siegen und können schon am Donnerstag den Einzug ins Finale perfekt machen.. Bild: dpa

Top-Favorit Adler Mannheim liegt in der Deutschen Eishockey Liga auf Finalkurs. Hinter dem Erfolg steckt auch Trainer Geoff Ward. Der Kanadier ist ein ganz anderer Typ als sein Wolfsburger Kollege - wie sich im dritten Duell der Halbfinalserie einmal mehr zeigte.

Die Profis prügelten sich, Wolfsburgs Trainer Pavel Gross zürnte, doch Adler-Coach Geoff Ward ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. "Im Eishockey kochen halt mal die Emotionen hoch", kommentierte der Kanadier unaufgeregt den Streit vom Dienstagabend beim 4:0 der Adler Mannheim über die Grizzly Adams Wolfsburg.

Auch wenn die dritte Halbfinal-Begegnung in der Deutschen Eishockey Liga aggressiv zu Ende ging, soll es am Donnerstag (19.30 Uhr/Konferenz auf ServusTV) normal weitergehen. "Ich glaube nicht, dass irgendwas anders sein wird. Zwei Teams werden rauskommen und hart gegeneinander spielen, so sind die Play-offs", sagte der 52-jährige Ward.

Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel im Duell mit Wolfsburg kann der Titelkandidat auswärts bereits die Finalteilnahme klar machen. Dann könnte unter Ward etwas gelingen, was seine Vorgänger - Übergangstrainer Hans Zach und Adler-Spielerlegende Harold Kreis - vergeblich versucht haben: der Gewinn des siebten Titels. Nach enttäuschenden Jahren scheint Wards Stil ein Erfolgsrezept der Mannheimer zu sein. Der Kanadier strahlt Ruhe aus und findet immer die richtige Ansprache.

Ward blieb deshalb auch am Dienstagabend gelassen, sein Wolfsburger Trainer-Kollege Gross hatte sich dagegen auch eine ganze Weile nach Spielschluss noch nicht beruhigt. "Was mich geärgert hat? Da musst du einen anderen fragen", grummelte der einstige Adler-Meisterspieler aus den 90ern. Die Stirn in Falten gelegt fuhr er fort: "Den ehemaligen (...) Oberligisten musst du fragen, nicht mich." Gross meinte das Verhalten von Mannheims Manager Teal Fowler, doch der war sich keiner Schuld bewusst: "Es war eine Reaktion auf das, was auf dem Eis passiert ist."

Wenige Sekunden vor dem Ende hatten Adler-Stürmer Brandon Yip und Wolfsburgs Angreifer Sergej Stas ihre Handschuhe ausgezogen und sich einen heftigen Faustkampf geliefert. Zuschauer und Mitspieler feuerten an, Gross zürnte an der Bande in Richtung des Kontrahenten. "Ich habe Richtung Mannheimer Bank null gesagt", erklärte Gross anschließend. Fowler dagegen meinte: "Das ist das Verhalten, was er die ganze Serie an den Tag legt. Er ist halt, wie er ist."

Ingolstadt führt 2:1

In der Halbfinal-Serie zwischen der Düsseldorfer EG und Titelverteidiger ERC Ingolstadt kann noch keine Entscheidung fallen. Ingolstadt liegt nach dem 3:2-Erfolg nach Verlängerung am Dienstag mit 2:1-Siegen vorn. Gastgeber der vierten Partie ist Düsseldorf.
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