Gladbach bei Titelverteidiger Sevilla, Wolfsburg erwartet Sporting Lissabon
Hohe Hürden

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking ist der Favorit im Spiel gegen Sporting Lissabon. Bild: dpa
Die Champions-League ist das große Ziel von Borussia Mönchengladbach und des VfL Wolfsburg, Königsklassen-Format hat für die beiden Bayern-Verfolger aber auch schon die Zwischenrunde in der Europa-League. Wenn die Gladbacher am Donnerstag beim FC Sevilla antreten, wartet immerhin der Titelverteidiger. Ein Duell, das die Europäische Fußball-Union als "Kampf der Titanen" umschreibt. Die Wölfe bekommen es mit Sporting Lissabon zu tun. Einem Club, der gerade erst aus der Champions-League mit nur einem Punkt weniger als der FC Schalke 04 "abgestiegen" ist.

"Der Titelverteidiger war ohne Frage eines der schwersten Lose im Topf", meinte Borussia-Vizepräsident Rainer Bonhof, der beim FC Valencia einst selbst in Spanien spielte. Mönchengladbachs spanischer Verteidiger Alvaro Domínguez bezeichnete den aktuellen Tabellenfünften der Primera División vor dem Abflug am Mittwoch als "die stärkste Mannschaft im Wettbewerb. Unangenehm und aggressiv." Doch auch gegen die hat die Niederrhein-Elf Möglichkeiten, glaubt Sportdirektor Max Eberl: "Ich bin davon überzeugt, dass wir eine Chance haben - aber nur dann, wenn wir wirklich an unser Top-Niveau heranreichen können."

Borussia hofft

Die Borussia darf sich wieder Hoffnungen auf internationale Erfolge machen, das hat die Favre-Auswahl schon zur Genüge bewiesen. In bisher acht Partien blieb der fünfmalige deutsche Meister bei fünf Siegen und drei Unentschieden sowie einer Trefferbilanz von 24:6 ungeschlagen. Und jetzt wollen Favre und Co. im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán am Donnerstag (21.05 Uhr/Kabel eins/Sky) das erste K.-o.-Spiel gewinnen.

Die Favoritenrolle hat auch der VfL Wolfsburg angesichts der Rückrunden-Leistungen. Allerdings gibt es da ein Problem für Trainer Dieter Hecking. Im Zwischenrunden-Hinspiel sind in Luiz Gustavo und Josuha Guilavogui zwei defensive Mittelfeldspieler gesperrt. "Der Trainer wird da schon eine Idee haben", meinte Maximilian Arnold, der als einziger Stamm-"Sechser" verbleibt.

"Auf der Sechs zu spielen, macht schon Spaß, wenn Luiz neben mir spielt", ergänzte Arnold. Doch der Brasilianer holte sich beim 3:0 in Lille im letzten Vorrundenspiel in der Nachspielzeit noch seine dritte Gelbe Karte ab und ist damit ebenso gesperrt wie Guilavogui, der in diesem Spiel Gelb-Rot sah.

Hecking ahnt, dass die Aufgabe gegen Schalkes Champions-League-Vorrundengegner eine "richtige Messlatte für uns" wird: "Das ist eine spielstarke Mannschaft, die abgezockt ist, die Geduld hat." Gegen die Offensive um Nationalspieler Nani könnte Arnold als einziger "Sechser" ein Risiko sein. Dafür ist die Offensive immer für Tore gut. 13 Treffer in vier Spielen erzielten die Niedersachsen, sieben davon gingen auf das Konto von Bas Dost.
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