Gladbacher Premierensieg

Lars Stindl, der hier von Gegenspieler Michael Krohn-Dehli am Trikot gezerrt wird, erzielte zwei Treffer zum Mönchengladbacher 4:2-Sieg gegen den FC Sevilla. Mit diesem Erfolg wahrte Borussia wenigstens die Chance auf die Europa-League. Bild: dpa

Nach dem ersten Champions-League-Erfolg der Club-Geschichte hat Borussia Mönchengladbach das Überwintern in der Europa-League wieder fest im Visier.

Die Fohlen-Elf gewann am Mittwochabend gegen den FC Sevilla überzeugend mit 4:2 (1:0) und verbesserte sich in der starken Vorrunden-Gruppe D der Fußball-Königsklasse auf den dritten Platz. Damit hat es das Team von Erfolgstrainer André Schubert in zwei Wochen bei Manchester City selbst in der Hand, das Ticket für die Europa-League zu lösen.

Vor 45 177 Zuschauern im Borussia-Park erzielten der überragende Lars Stindl (29./83. Minute), Fabian Johnson (67.) und Raffael (78.) die Tore für die glückseligen Gladbacher. Für Sevilla trafen Vitolo (82.) und Ever Banega per Foulelfmeter (90.+1). "Wir wollen diese Reisen gerne machen", sagte Sportdirektor Max Eberl im ZDF über die nun realistische Fortsetzung des Europacup-Engagements im Februar. Gewinnt Sevilla sein letztes Gruppenspiel gegen Juventus Turin nicht, ist Gladbach auf jeden Fall weiter international dabei.

Die Gladbach-Devise war schnell klar: Mutig nach vorne. Schon nach zwei Minuten zog Raffael aus der Distanz ab und prüfte Sergio Rico im Sevilla-Tor. Die Szene hatte Symbolcharakter. Häufig versuchte es die Borussia mit Schüssen aus der zweiten Reihe.

Den ersten Rückschlag gab es aber schnell. Ibrahima Traore - zuletzt in sehr guter Form - musste schon nach 13 Minuten mit einer Blessur am hinteren rechten Oberschenkel ausgewechselt werden. Josip Drmic kam ins Spiel. Gladbach blieb bemüht, offensiv Akzente zu setzen, war aber nur mit Fernschüssen gefährlich. Und die Defensive war anfällig. Torwart Yann Sommer (19.) reagierte gegen Jewgeni Konoplijanka prächtig. Das Engagement der Borussia wurde mit der Führung belohnt. Bei einer Hereingabe von Granit Xhaka reagierte Stindl geistesgegenwärtig, lief im Gegensatz zur Sevilla-Defensive weiter durch und schob aus kurzer Distanz ein.

In der zweiten Halbzeit gewann Gladbach mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel, versäumte es aber zunächst, das beruhigende zweite Tor zu machen. Wie gefährlich das war, verdeutlichte der Schuss von Konoplijanka (63.) knapp neben das Tor. Kurz darauf machte Johnson mit seinem Schlenzer ins lange Eck alles klar. In einer turbulenten Schlussphase hätte Gladbach fast noch den direkten Vergleich für sich entschieden. Die Tore von Raffael und Stindl reichten dafür nicht, weil Vitolo und Banega für Sevilla trafen.
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