Gladbachs Kramer erlöst drückend überlegene Borussia
Eigentor rettet BVB

Der Gladbacher Christoph Kramer (links), der hier gegen BVB-Angreifer Henrikh Mkhitaryan blockt, bescherte Borussia Dortmund mit seinem Eigentor den 1:0-Sieg. Bild: dpa
Jürgen Klopp zog die gelbe BVB-Kappe aus Respekt vor seinen Männern, die ausgepumpten Dortmunder Profis applaudierten auf dem Rasen vor der Südtribüne. Mit dem Schlusspfiff löste sich am Sonntagabend die ganze Anspannung der vergangenen Wochen. Dank eines kuriosen Eigentors von Weltmeister Christoph Kramer hat Borussia Dortmund einen ersten Schritt aus der Krise getan und den drohenden Absturz ans Tabellenende der Fußball-Bundesliga abgewendet. Mit seiner Bogenlampe in der 58. Minute aus gut 40 Metern ins eigene Netz sorgte der 23-Jährige für die verdiente 0:1 (0:0)-Niederlage von Borussia Mönchengladbach beim Revierclub.

Endlich ohne Gegentor

Nach fünf Pleiten in Serie verdiente sich die Mannschaft von Trainer Klopp den Sieg dank ihrer drückenden Überlegenheit und des deutlichen Chancen-Plus. Zum ersten Mal in dieser Liga-Saison kassierte sie kein Gegentor. Die enttäuschenden Gladbacher gingen dagegen nach 18 Spielen ohne Niederlage erstmals als Verlierer vom Platz. "Die Dortmunder können sich bei mir bedanken, bei den Gladbachern muss sich mich entschuldigen. Mich ärgert, dass ich heute eine richtige Grütze gespielt habe", gestand Pechvogel Kramer. Die Gäste enttäuschten bis auf Keeper Yann Sommer auf der ganzen Linie, das kämpferische Aufbäumen in der Schlussphase brachte nichts ein. Drei Tage nach dem 2:0 in der Europa League bei Apollon Limassol agierten die Gladbacher trotz der komfortablen Tabellensituation völlig verunsichert und setzten nur auf Torsicherung - nach vorn ging gar nichts.

Im Duell der beiden laut Statistik lauffreudigsten Mannschaften der Bundesliga hätte der hochmotivierte BVB schon vor der Pause in Führung gehen müssen und deutlich führen können - Chancen gab es mehr als reichlich. Einen Freistoß von Pierre-Emerick Aubameyang parierte Sommer Sekunden vor der Pause in Weltklasse-Manier.

Dortmund, in der Champions League schon im Achtelfinale, wirkte trotz der bisherigen Liga-Talfahrt alles andere als verunsichert. Mit kreativem Tempo-Fußball setzte der BVB den Gegner unter Druck. Aus ihrer Überlegenheit schlug die Klopp-Elf zwar zu wenig Kapital, agierte im Vergleich zu den letzten Heimpleiten allerdings deutlich verbessert.
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