Golf
Cejka und Kaymer ordentlich

Alexander Cejka (Bild) benötigte auf der ersten Runde 67 Schläge und lag damit sogar besser als Teamkollege Martin Kaymer. Bild: dpa

Rio de Janeiro. Die deutschen Golfprofis Martin Kaymer und Alex Cejka haben beim Olympia-Comeback der Sportart nach 112 Jahren einen guten Start hingelegt. Cejka wurde mit 67 Schlägen auf dem neuen Par-71-Kurs in Rio de Janeiro in der ersten Runde Vierter, Kaymer benötigte 69 Schläge und belegte Rang elf. "Das hier ist bis jetzt für mich echt das Größte in meiner Karriere", sagte Kaymer über Olympia.

Die Führung übernahm am ersten Tag der Australier Marcus Fraser mit 63 Schlägen. "Bis jetzt wäre das wohl olympischer Rekord", sagte Fraser lachend. Der amerikanische Mitfavorit Bubba Watson hatte dagegen einige Mühe mit dem neuen Platz und spielte eine 73. Dem Briten Justin Rose gelang in Rio das erste sogenannte Hole-in-one der olympischen Geschichte: Mit einem Schlag versenkte er den Ball an der vierten Bahn im 175 Meter entfernten Loch.

Zwei späte Bogeys verhinderten ein noch besseres Ergebnis für Kaymer. "Ich bin schon zufrieden", sagte der 31-Jährige aus Mettmann. "Ich habe viele gute Schläge gemacht. Mit dem Finish war es ein bisschen schade." Unterstützt wurde er am Platz vom früheren Handballtrainer Heiner Brand und Deutschlands Fahnenträger Timo Boll mit seinen Tischtennis-Kollegen. "Da denkst du schon, dass du auf einmal was Besonderes bist. Das ist beeindruckend", sagte Kaymer. Im Vorfeld hatte der zweimalige Majorsieger die Goldmedaille anvisiert.

Um den sportlichen Wert des olympischen Golfturniers hatte es Diskussionen gegeben, weil von den Top 50 der Welt nur 17 Profis in Rio teilnehmen. "Es wird oft geschrieben "Die Guten sind nicht da, wird ja wohl nicht so schwer sein". Aber es sind trotzdem viele gute Spieler am Start", meinte dagegen Kaymer vor Beginn des Wettbewerbs.
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