Golf: "Eurofighter" wollen mit Spaß und Teamgeist den Ryder Cup verteidigen
Fußball-Weltmeister als Vorbild

Bereits beim Training erdrückten sich die Zuschauer fast. Über 40 000 werden beim Ryder Cup die besten Golfspieler Europas und Amerikas von Freitag bis Sonntag im schottischen Gleneagles bewundern. Bild: dpa
Bei einem Konzert und Gala-Dinner stimmten sich Martin Kaymer und die "Eurofighter" auf den Großauftrag ein. Mit dem Teamgeist der deutschen Fußball-Weltmeister wollen Europas Golfstars den Ryder Cup gegen die USA zum zweiten Mal erfolgreich verteidigen. "Die Nationalmannschaft hat in Brasilien gezeigt, wie man als Gemeinschaft Erfolg hat. So ähnlich sollte das Gefühl bei uns sein", sagte der 29 Jahre alte Musterprofi aus Mettmann vor dem 40. Ryder Cup von Freitag bis Sonntag im schottischen Gleneagles. "Es geht darum, füreinander zu kämpfen, füreinander da zu sein."

Wichtige Rolle für Kaymer

Dem Rheinländer wird bei seiner dritten Teilnahme am Kontinentalwettkampf eine wichtige Rolle zukommen. In der zweiten Paarung des Tages tritt er am Freitag mit dem Dänen Thomas Björn gegen Rickie Fowler und Jimmy Walker an. Er könnte sein, dass er am Nachmittag zusammen mit dem Weltranglistenersten Rory McIlroy aus Nordirland im klassischen Vierer (Foursomes) abschlagen wird. Die zwei Major-Sieger von 2014 gingen am Donnerstag zum dritten Mal gemeinsam auf eine Trainingsrunde. Beim abwechselnden Spiel über 18 Löcher müssen die Partner gut harmonieren. "Es ist kein Geheimnis, dass ich gut mit Rory auskomme. Wir haben eine Menge Spaß", sagte Kaymer, "und besonders bei den schwierigen Foursomes ist das wichtig."

McIlroy spielt zunächst mit dem Spanier Sergio Garcia gegen Keegan Bradley/Phil Michelson. Der Nordire wird seinen neuen Driver auf dem etwa 7000 Meter langen Kurs in den schottischen Highlands einsetzen. 45 000 Zuschauer werden über den Golfplatz strömen und für laute Stadion-Atmosphäre sorgen. Schon bei der Eröffnungszeremonie schallte es "Europe, Europe" als Anfeuerung.

Kaymer weiß, was auf ihn zukommt. In der Vorbereitung auf das Mega-Event fühlte er sich sichtlich wohl in dem lockeren Miteinander, das Europas Kapitän Paul McGinley fördert. Auf die kritische Frage, ob er mit fünf Assistenten nicht zu viel dabei habe, sagte der Nordire, Bundestrainer Joachim Löw hätte 33 Leute hinter sich gehabt. "Es gefällt mir, dass Paul den Erfolg der Deutschen als Inspiration nimmt. Wir sind einfach gut strukturiert", sagte Kaymer. Europa ist auf heimischem Boden favorisiert, zumal man von den letzten neun Vergleichen sieben gewann.

Insgesamt hat aber die USA mit 25:12 Siegen bei zwei Unentschieden die Nase vorn. Bei Remis behält der jeweilige Titelverteidiger den Cup.
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