Grandiose WM-Generalprobe

Linus Strasser sorgte als Fünfter beim Slalom von Schladming für die Sensation des Abends. Der junge Münchner vervollständigte damit das Klasseergebnis der deutschen Fahrer. Vor ihm waren noch Fritz Dopfer (4.) und Felix Neureuther (3) platziert. Bild: dpa

Mit den Platzierungen drei, vier und fünf haben die deutschen Skirennfahrer um Felix Neureuther beim Slalom in Schladming für eine herausragende WM-Generalprobe gesorgt.

Felix Neureuther unterstrich im WM-Ort von 2013 mit seinem siebten Podestplatz der laufenden Saison zudem seine Medaillenform vor den Titelkämpfen in Vail und Beaver Creek. Fritz Dopfer wurde Vierter, Linus Strasser gelang als Fünfter die beste Weltcup-Platzierung seiner Karriere. Weniger als eine Woche vor der Eröffnungsfeier schaffte Alexander Choroschilow den ersten Weltcup-Sieg eines Russen seit mehr als 33 Jahren. Rang zwei vor 42 500 Zuschauern in Österreich ging an den Italiener Stefano Gross.

Das gute Team-Ergebnis des Deutschen Skiverbands (DSV) komplettierte Dominik Stehle auf Rang 22. "Die Jungs bringen herausragende Leistungen, immer und immer wieder diese Saison", freute sich der Alpindirektor Wolfgang Maier. Drei deutsche Slalom-Herren in den Top Ten hatte es in einem Weltcup-Rennen zuletzt vor mehr als 40 Jahren gegeben.

Ein starkes deutsches Abschneiden hatte sich vor zehntausenden begeisterten Ski-Fans schon im ersten Lauf abgezeichnet. Neureuther als Zweiter und Dopfer als Dritter lagen aussichtsreich im Rennen, auch Linus Strasser als zwischenzeitlich Neunter präsentierte sich erneut stark. In den vergangenen vier Weltcup-Slaloms konnte er punkten, am Sonntag in Kitzbühel hatte er noch mit Rang 14 sein bis dato bestes Resultat eingefahren. Wie in Tirol schaffte er es nun in der Steiermark im ersten Durchgang in die Top Ten. Sein Erfolgsgeheimnis? "Das lockere Skifahren", berichtete der 22-Jährige.

Heftiger Schneefall

Heftiger Schneefall hatte im WM-Ort von 2013 den ersten Durchgang geprägt. Schlechte Sicht war die Folge - auch bei den beiden deutschen WM-Medaillenanwärtern. "Ich habe durchgehend nicht das optimale Gefühl gehabt, weil ich sehr wenig gesehen habe. Der Schneefall ist sehr dicht", klagte Dopfer. Neureuther schloss sich an: "Das ging mir genauso, aber die Bedingungen sind ja für alle gleich."

Der Partenkirchner, zuvor schon sechsmal in dieser Weltcup-Saison auf dem Podest, versprach volles Risiko: "Ich muss im zweiten Durchgang alles riskieren", kommentierte Neureuther vor dem zweiten Lauf mit vier Deutschen. Nur Philipp Schmid war ausgeschieden.

Weltcup in Schladming

Herren, Slalom: 1. Alexander Choroschilow (Russland) 1:46,39 Min. (53,67/52,72 Sek.); 2. Stefano Gross (Italien) 1:47,83 (55,30/52,53); 3. Felix Neureuther (Partenkirchen) 1:47,90 (54,46/53,44); 4. Fritz Dopfer (Garmisch) 1:48,09 (54,75/53,34); 5. Linus Strasser (München) 1:48,32 (55,35/52,97); 6. Giuliano Razzoli (Italien) 1:48,42 (55,12/53,30); 7. Henrik Kristoffersen (Norwegen) 1:48,46 (55,09/53,37); 8. Mattias Hargin (Schweden) 1:48,70 (55,69/53,01); 9. Markus Larsson (Schweden) 1:48,89 (55,60/53,29); 10. Daniel Yule (Schweiz) 1:48,95 (55,12/53,83); ...22. Dominik Stehle (Obermaiselstein) 1:49,89 (56,93/52,96);
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