Günter Netzer lüftet ein Geheimnis

Für Günter Netzer war die Würdigung des Lebenswerks von Jupp Heynckes eine Herzenssache und zugleich die Gelegenheit, ein Geheimnis zu lüften. Beim legendären DFB-Pokalfinale 1973 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln hätte er sich gegen den Willen seines damaligen Trainers Hennes Weisweiler nie selbst einwechseln und das 2:1-Siegtor schießen können. "Wenn der Jupp nicht gewesen wäre, hätte ich gar nicht auf der Bank gesessen", erzählte Netzer in der Laudatio bei der Verleihung des DFB-Ehrenpreises an Heynckes am Montag in Bonn.

"Weisweiler sagte mir, du bist raus. Ich war sauer und wollte nach Hause gehen", berichtete der geniale Gladbacher Spielmacher von einst. Doch Heynckes hielt ihn mit den Worten zurück: "Auch wenn der Trainer dich nicht braucht. Die Mannschaft braucht dich." Für Netzer war dies ein Moment, "bei dem der große Trainer erstmals spürbar gewesen" sei. Schon in der Ära Weisweiler galt der frühere Torjäger Heynckes als heimlicher Assistent.
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