Haas scheitert in Runde eins

Tommy Haas winkte einmal kurz ins Publikum, streckte den rechten Daumen in die Höhe und verschwand in den Katakomben: Deutschlands Tennis-Routinier hat sich bei seinem zweiten Turnierauftritt nach der einjährigen Verletzungspause schon nach der ersten Runde verabschiedet. Keine 90 Minuten stand der 37-Jährige am Dienstag im westfälischen Halle auf dem Rasen des Center Courts, ehe die am Ende klare 5:7, 2:6-Niederlage gegen Andreas Seppi feststand.

Doch im Gegensatz zu dem Zweitrunden-Scheitern bei seinem Comeback vor einer Woche in Stuttgart, als er in der Umkleidekabine seinen Frust abgebaut und nach eigenem Bekunden so ziemlich alles zerstört hatte, was man zerstören kann, wirkte Haas nun erstaunlich gefasst.

Nur 20 Minuten nach dem Erstrunden-Scheitern gegen den Weltranglisten-45. aus Südtirol stellte sich der gebürtige Hamburger den Fragen der Reporter. Und noch immer zählt die ehemalige Nummer zwei der Welt zu den gefragtesten Protagonisten der Branche.

"Es braucht Zeit", entgegnete Haas dem Berichterstatter der "New York Times". "Ich weiß, wie es sich anfühlt, ich kenne das gut genug. Ich habe ein paar zu viele zu leichte Fehler gemacht. Daran muss gearbeitet werden", sagte der Wahl-Amerikaner. Nach Frust oder Karriereende klang er ganz und gar nicht.
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