Hambüchen verletzt, Junghänel trifft

Fabian Hambüchen hatte bei seinen bisherigen Auftritten in Baku wenig Glück. Bild: dpa
Trotz seiner Reck-Gala hat Turnstar Fabian Hambüchen die erhoffte Mehrkampf-Medaille bei den Europaspielen wegen einer Fingerblessur klar verpasst. Wie auch Olympia-Hoffnung Sophie Scheder blieb der frühere Reck-Weltmeister am Donnerstag hinter seiner Vorkampf-Leistung zurück und wurde Fünfter.

"Ich musste mich heute schon durchkämpfen", sagte Hambüchen, der sich beim Einturnen einen Finger verletzte. Mit einem dicken Eisbeutel kühlte er die Blessur, die Hoffnung auf Gold am Reck am Samstag soll dies nicht schmälern. Die 18 Jahre alte Scheder verspielte als Vierte ihre Edelmetall-Chance durch einen Sturz am Stufenbarren.

Das Highlight aus deutscher Sicht am sechsten Entscheidungstag setzte Gewehrschütze Henri Junghänel, der nervenstark über 50 Meter liegend Gold holte. Der 27-Jährige blieb bis zum Ende seines Finals cool, überholte mit den letzten beiden fast perfekten Schüssen den Italiener Marco di Nicolo und sicherte dem deutschen Team damit einen Quotenplatz für Olympia 2016 in Rio de Janeiro.

Dimitrij Ovtcharov wahrte als letzter Vertreter der deutschen Tischtennis-Asse die Chance auf den Einzel-Titel. Nach der Abreise des erkrankten Timo Boll und dem Aus des Damen-Duos gewann der Weltranglisten-Sechste gegen den Kroaten Andrej Gacina und trifft nun im Halbfinale auf Paul Drinkhall aus Großbritannien. Beim Wasserspringen holte die 14-jährige Elena Wassen, die Jüngste im deutschen Baku-Team, Bronze vom Turm. Bei den Europaspielen werden alle Beckenwettbewerbe als Jugend-Event ausgetragen.
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