Hamburg kann loslegen

Zum Feiern bleibt nach der Kür zur Olympia-Bewerberstadt für 2024 in Hamburg kaum Zeit. Finanzplanung, Volksentscheid - es gibt viel zu tun für Bürgermeister Scholz und Co.

Jetzt geht's erst richtig los. Hamburg steht nach der offiziellen Wahl zur deutschen Olympia-Kandidatenstadt für die Sommerspiele 2024 ein harter Bewerbungsmarathon bevor. Einmal noch Durchatmen, dann heißt es für die Olympia-Planer: Ranklotzen bis zur IOC-Entscheidung im Sommer 2017. Bereits am Dienstag kommen die Experten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) um Präsident Alfons Hörmann zum ersten Arbeitstreffen an die Elbe. "Wir müssen die Ärmel hochkrempeln", mahnte DOSB-Vorstandschef Michael Vesper.

Vorher wird in Hamburg noch einmal angestoßen, auf den Erfolg in der nationalen Ausscheidung über Berlin. Einstimmig hatte die DOSB-Mitgliederversammlung am Samstag in der Frankfurter Paulskirche die Elbmetropole zum deutschen Olympia-Kandidaten gewählt.

Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) will sich am Montagabend in der Hamburger Handelskammer bei all den Sponsoren bedanken, die ihm und Sportsenator Michael Neumann (SPD) tatkräftig zur Seite standen - allen voran Olympia-Botschafter Alexander Otto. Der nimmermüde Spendensammler - rund eine Million Euro hat der Unternehmer eingeworben - hat zum Dankes-Dinner geladen. "Konzept verbessern, Bürger mitnehmen", hat Otto den Kurs vorgegeben. Die Chance auf Spiele nicht zu verspielen, treibt die Strategen an.

Vorrangig ist die Gründung einer Olympia-Bewerbergesellschaft. Wie sich die Anteile exakt auf DOSB, Stadt und Bund verteilen, ist noch offen. "Wir alle, Hamburg, der deutsche Sport, die Bundesregierung, haben das gemeinsame Ziel, dass die Bewerbungsgesellschaft gut läuft und mit besten Perspektiven in den internationalen Wettbewerb geht", erklärte Hamburgs Stadtoberhaupt Olaf Scholz.
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