Handball
Auf dem Weg ins Viertelfinale

Uwe Gensheimer jubelt nach einem seiner fünf Treffer: Mit dem 32:29-Sieg gegen Polen haben die deutschen Handballer die Tür zum Viertelfinale weit aufgestoßen. Bild: dpa

Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Die deutschen Handballer sind in Rio de Janeiro auf Kurs. Gegen den WM-Dritten Polen setzt sich der Europameister in einer körperbetonten Partie mit 32:29 durch.

Rio de Janeiro. Die deutschen Handballer haben in Rio de Janeiro auch ihre zweite Bewährungsprobe bestanden und sind auf dem Weg ins olympische Viertelfinale. Zwei Tage nach dem 32:29 gegen Schweden bezwang der Europameister auch den WM-Dritten Polen am Dienstag mit 32:29 (16:14). Gegen Gastgeber Brasilien kann die Auswahl von Bundestrainer Dagur Sigurdsson am Donnerstag den nächsten Schritt Richtung Viertelfinale machen.

"Wir wussten, dass es ein heißes Spiel wird. Wir haben heute kühlen Kopf bewahrt und uns auch aus kleinen Schwächephasen immer wieder rausgezogen", sagte der Berliner Fabian Wiede, mit fünf Toren gemeinsam mit Kapitän Uwe Gensheimer und Julius Kühn bester deutscher Werfer. Mit Blick auf das Ergebnis - wieder 32:29 wie schon gegen die Schweden - sagte der Balinger Martin Strobel: "Schön, dass wir mit dem Sieg unseren Rhythmus beibehalten haben."

Vor rund 5000 Zuschauern diktierten die Deutschen gegen die Polen, die nach der 32:34-Auftaktniederlage gegen Brasilien unter Druck standen, von Beginn an das Geschehen. Es war dann EM-Held Andreas Wolff, der die in Schwarz-Rot-Gold gekleideten Fans in der Future Arena erstmals in Ekstase versetzte. Erst parierte der Keeper, dann warf er übers ganze Feld ins verwaiste Tor der Polen zur ersten Zwei-Tore-Führung. Doch die Polen kamen in Durchgang eins bis zum 14:14 immer wieder zurück. Nur Wiede war es zu verdanken, dass die Deutschen mit einem kleinen Polster in die Pause gingen.

Nach dem Wechsel erhöhte der Europameister die Schlagzahl in der Offensive - und hinten steigerte sich Wolff, der einige Würfe entschärfte. Die Partie blieb lange Zeit jedoch offen. Beim Stand von 25:21 (47.) und einem Vier-Tore-Vorsprung war dann die Vorentscheidung gefallen.
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