Handball
Bundestrainer Sigurdsson nominiert Kühn für die EM nach

Am Samstag beginnt für die deutsche Handball-Nationalmannschaft die EM in Polen. Aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen bastelt Bundestrainer Dagur Sigurdsson (Bild) immer noch an seinem Kader. Am Montag nominierte er Julius Kühn nach. Bild: dpa

Kurze Erholung, wichtiges Training und Personalplanungen: Bis zum Aufbruch zur EM ins polnische Breslau haben Bundestrainer Dagur Sigurdsson und seine Handballer noch ein volles Programm. Am Montag nominierte der Coach Julius Kühn nach.

Leipzig. Am Samstag geht es los: Die deutschen Handballer starten in Breslau mit dem Auftaktspiel der Gruppe C gegen Spanien in die Europameisterschaft. Nach dem Testspiel-Triple mit der abschließenden 24:27-Niederlage in Hannover gegen Island haben Bundestrainer Dagur Sigurdsson und seine Spieler noch einige Probleme zu lösen und ein volles Programm. Das passiert noch bis zum EM-Start:

Personalfragen

Nach dem Ausfall der Außenspieler Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Michael Allendorf sowie von Kreisläufer Patrick Wiencek und Rückraumspieler Paul Drux hat der Bundestrainer ein neues Sorgenkind: Steffen Fäth. Der Rückraumspieler erlitt gegen Island laut DHB-Leistungssportchef Bob Hanning eine "schwere Rückenprellung". Ein Medizincheck soll Aufklärung bringen, ob der Wetzlarer zur EM kann. Angeschlagen sind auch Christian Dissinger (Verhärtung in der Wade) und Niclas Pieczkowski (Leistenprobleme).

Kühn nachnominiert

Am Montag reagierte Sigurdsson prompt auf die angespannte Lage im Rückraum und nominierte Julius Kühn nach. Der Gummersbacher spielt wie Fäth und Dissinger im linken Rückraum. "Wir brauchen die Entlastung, da Christian Dissinger, Steffen Fäth und Niclas Pieczkowski angeschlagen sind", sagte der Bundestrainer. Ein weiterer möglicher EM-Fahrer ist Kai Häfner. Der Linkshänder war bereits für die Tests gegen Island nachgerückt.

Weiterer möglicher Nachrücker

Kandidat für den linken Rückraum ist noch Stefan Kneer von den Rhein-Neckar Löwen. Er gehört ebenfalls dem sogenannten 28er Kader an, den der Bundestrainer am 11. Dezember nominiert hatte und aus dem Nachrücker rekrutiert werden müssen. Sigurdsson spielt mit dem Gedanken, nicht wie geplant mit 16, sondern mit 17 Spielern nach Breslau zu reisen. Zum abschließenden Trainingslager hat er 18 Akteure beisammen. Bis 15. Januar (20 Uhr) muss der Bundestrainer bei der technischen Besprechung sein endgültiges 16-köpfiges Aufgebot melden.

Training, Training, Training

Nach einem freien Tag und Entspannung zu Hause bei Familie und Freunden trifft sich die Nationalmannschaft am Dienstag in Berlin. In den vier Trainingseinheiten bis Mittwoch sollen die in den Testspielen erkannten Mängel weitgehend beseitigt werden. "Wir müssen das Abwehrspiel in Zusammenarbeit mit den Torhütern verbessern", nannte Schlussmann Carsten Lichtlein eine Baustelle.

Abfahrt

Von Berlin aus bricht die deutsche Mannschaft am Donnerstag mit dem Bus nach Breslau auf. Für die rund 350 Kilometer lange Fahrt sind ungefähr vier Stunden veranschlagt. Noch am selben Tag wird voraussichtlich ein erstes Training angesetzt.
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