Haselmühler zweitbester Deutscher bei Paris-Roubaix - Jetzt zur Bayern-Rundfahrt
Schillinger trumpft auf

Paris/Amberg. Als 16. jagte Andreas Schillinger (Bora-Argon16) am Sonntag bei Paris-Roubaix über die Ziellinie. Damit war er im versammelten Weltklassefeld nicht nur zweitbester deutscher Profi, sondern auch bestplatzierter Fahrer eines der sieben Zweitdivisionäre, die mit einer Wildcard am Start standen.

Besondere Bedeutung wollte Schillinger diesem Aspekt seines Rennens aber nicht beimessen. "Mir war es wichtig, ein gutes Ergebnis für mich und die Mannschaft einzufahren, und das ist mir gelungen", stellte der 31-Jährige aus Haselmühl (Landkreis Amberg-Sulzbach) fest. Mit dem Resultat war Schillinger sehr zufrieden, "auch wenn noch ein paar Plätze mehr möglich gewesen wären. Das Rennen war zum Schluss sehr taktisch und ich konnte nicht mit jeder Attacke mitfahren."

Für Schillinger war es das beste Ergebnis bei seinen fünf bisherigen Paris-Roubaix-Teilnahmen. 31 Sekunden fehlten ihm und den anderen 13 Fahrern der Verfolgergruppe - darunter Hochkaräter wie "Ronde"-Sieger Alexander Kristoff (Katusha), Titelverteidiger Niki Terpstra (Etixx-Quick-Step), der Vorjahresvierte Sep Vanmarcke (LottoNL-Jumbo) oder Peter Sagan (Tinkoff-Saxo) - am Ende auf die Spitze um den souveränen John Degenkolb (Giant-Alpecin).

Auch wenn Schillinger keine vergleichbaren Ambitionen hegt, so bewies er am Sonntag doch, dass ihm die "Königin der Klassiker" liegt. "Ich mag dieses Rennen auch sehr. Für mich persönlich war es ein gelungener Abschluss der Klassikersaison."

Es folgt eine geplante Pause, ehe er Mitte Mai bei der Bayern-Rundfahrt wieder ins Renngeschehen eingreifen wird. Zum Heimspiel geht es dann sicherlich mit großem Selbstbewusstsein, zumal das Rennen in diesem Jahr eine große Schleife durch den Norden des Freistaats zieht, wo Schillinger zuhause ist.
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