Hausdurchsuchungen durch die Abteilung "Finanzkontrolle Schwarzarbeit"
FC Amberg bekommt Besuch vom Zoll

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Amberg. Den Aufstieg in die Regionalliga vor Augen, gerät Fußball-Bayernligist FC Amberg abseits des Rasens in Schwierigkeiten. Verantwortliche des Vereins haben am Donnerstag Besuch von der Abteilung „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ des Zollamts Weiden bekommen.

Die Beamten tauchen in der Regel dann auf, wenn es um Sozialversicherungsbetrug und Steuerhinterziehung geht. Von offizieller Seite war am Wochenende nicht in Erfahrung zu bringen, was genau es im Falle des FC Amberg ist. Nur so viel: Es dürften am vergangenen Donnerstag um 7.30 Uhr wohl zeitgleich an angeblich 13 Orten Hausdurchsuchungen stattgefunden haben. Dabei sollen die Fahnder Unterlagen sichergestellt haben. Sie klingelten auch an der Tür von Thomas Bärthlein, dem Vorsitzenden des TV 1861 Amberg.

Und zwar deshalb, weil der FC Amberg eine von 14 Abteilungen des Turnvereins ist. Bärthlein sagte auf Anfrage unserer Zeitung, er sei sich keiner Schuld bewusst. Zumal er in die „ganzen FC-Geschichten nicht eingebunden“ sei. Beim TV ist seit längerem eine Ausgliederung des FC im Gespräch, deren Ziel ist, aus dem Club eine GmbH zu machen.

Ob die Zöllner auch beim Vorstandsvorsitzenden des FC Amberg, Helmut Schweiger, vorstellig wurden, ist unklar. Schweiger gab sich am Samstag recht schweigsam, sagte nur, als Ansprechpartner sehe er eher Bärthlein und Fußball-Abteilungsleiter Werner Aichner. Letzterer meinte, man habe ihn nicht als Beschuldigten gehört, sondern als Zeugen. Aichner wörtlich: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen in der ganzen Sache.“

Die Weidener Zollfahnder sind für Delikte in der gesamten nördlichen Oberpfalz zuständig, in ihren Bereich fällt damit auch der Amberger Raum. Sie handeln im Auftrag der Staatsanwaltschaft. Und das nur dann, wenn sich ein Verdacht erhärtet hat. Am Wochenende war im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den FC Amberg von einer sechsstelligen Summe die Rede, die die Behörden auf den Plan gerufen hat. Ob es auch um eine Scheinbeschäftigung von Spielern bei Firmen geht, ließ sich zunächst ebenfalls nicht klären.
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