Heidtmann ganz schnell

Jacob Heidtmann jubelt über seine Zeit über 400 Meter Lagen. Bild: dpa
Jacob Heidtmann hat sich zum Auftakt der deutschen Meisterschaften mit einer wahren Leistungsexplosion in die erweiterte Weltklasse geschwommen. Der 20-Jährige aus Elmshorn steigerte am Donnerstag in Berlin über 400 Meter Lagen seine erst im Vorlauf aufgestellte Bestzeit um fast vier Sekunden und schlug nach 4:13,28 Minuten an. In diesem Jahr war weltweit bislang nur der Olympia-Dritte Kosuke Hagino aus Japan schneller. "Da sieht man, was der Junge drauf hat", sagte Chefbundestrainer Henning Lambertz. Er war zudem von acht Norm-Unterbietungen für die WM im russischen Kasan vom 24. Juli bis 9. August bereits zum DM-Auftakt überrascht: "Das sind mehr als erwartet."

Neben Heidtmann blieben auch der 17-jährige Johannes Hintze (Potsdam/4:16,58) und der Mainzer Kevin Wedel (4:16,61) sowie auf ihrer Nebenstrecke die Magdeburger Schmetterlingspezialistin Franziska Hentke (4:42,73) unter der WM-Norm. Alle Schwimmer müssen die DM-Zeiten bei einem weiteren Wettkampf von Ende Mai bis Anfang Juli bestätigen.

Im ersten DM-Rennen hatten Leonie Antonia Beck und Sarah Köhler die WM-Norm geknackt. Trotz Abitur-Stresses blieb die Würzburgerin Beck über 800 Meter Freistil in 8:27,37 Minuten unter der geforderten Zeit. Die 17-Jährige schlug knapp vor Titelverteidigerin Köhler (Frankfurt/Main/8:28,23) an. Bei den Männern blieben über 1500 Meter Freistil Sören Meißner (Würzburg/15:13,88) und sein Vereinskollege Ruwen Straub (15:06,01) unter der geforderten Zeit. Auf den langen Freistilstrecken muss die Weltmeisterschafts-Norm bei der DM nur einmal unterboten werden.
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