Heikles Angebot für Blatters Gegenkandidaten

Fifa-Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin al-Hussein hat offenbar wenige Wochen vor der Abstimmung am Freitag in Zürich ein zwielichtiges und juristisch heikles Angebot erhalten. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sollen dem Jordanier von einer unbekannten Person die Stimmen von 47 Wahlmännern und Einblick in das Finanzgebaren von Fifa-Präsident Joseph Blatter versprochen worden sein. Das Wahlkampfteam von Al-Hussein brachte den Fall zur Anzeige.

Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes sei aber nicht informiert worden, um die Ermittlungen der staatlichen Behörden nicht zu behindern. "Unser Ziel war es, keinen Kampagnenfall daraus zu machen, aber einwandfrei auf einen Vorfall zu reagieren, der unserem Anschein nach kriminelle Aspekte beinhaltete", hieß es von Al-Husseins Wahlkampfteam. Von der Fifa hieß es, dass man keine Kenntnis über den Vorfall habe.

Al-Hussein ist beim Fifa-Kongress am Freitag einziger Gegenkandidat Blatters. Dem derzeitigen Fifa-Vize werden allerdings praktisch keine Chancen eingeräumt, den seit 1998 regierenden Blatter an der Spitze des skandalumtosten Weltverbandes abzulösen. Wahlberechtigt sind alle 209 Mitgliedsverbände der Fifa aus sechs Konföderationen.
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