Herausragende Zwischenbilanz

Fünf Medaillen, davon viermal Gold: Deutschlands nordische Ski-Asse sahnen bei der Weltmeisterschaft in Falun bisher richtig ab. Einen der vier WM-Titel holten die Kombinierer (von links) Tino Edelmann, Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Fabian Rießle im Teamwettbewerb. Bild: dpa

Besser hätte die erste WM-Hälfte für Deutschlands nordische Ski-Asse kaum laufen können. Mit fünf Medaillen wurde das Ergebnis von vor zwei Jahren bereits erreicht. In der zweiten Woche soll die Bilanz weiter ausgebaut werden.

Eric Frenzel sah etwas blass aus, Carina Vogt war leicht müde - nur Severin Freund sprühte schon wieder vor Tatendrang. Der WM-Ruhetag kam den deutschen Ski-Assen nach dem emotionalen Gold-Sonntag mit den Siegen der Nordischen Kombinierer und im Skisprung-Mixed gerade recht. Zwar gab es keine rauschende Titel-Party und damit auch keine schweren Köpfe. Doch die freien Stunden taten allen gut und wurden zum Aufladen der Akkus für die weitere Medaillenhatz genutzt.

Fünfmal standen die deutschen Athleten in Falun schon auf dem WM-Podest, viermal sogar ganz oben. Kein Wunder, dass DSV-Präsident Franz Steinle am Montag bestens gelaunt seinen Wunsch für die zweite Wettkampfwoche verkündete: "Es wäre natürlich schön, wenn es in dieser Taktung weitergehen würde."

Das hoffen die Protagonisten auch. "Ich freue mich auf die große Schanze. Da können wir erneut angreifen. Das Gold ist eine riesige Erleichterung für das gesamte Team", sagte Severin Freund. Der WM-Zweite auf dem kleinen Bakken ließ am Montag das erste Training aber trotzdem aus und schuftete lieber im Kraftkeller.

Richard Freitag gönnte sich ebenfalls einen freien Tag, weil ihm Bundestrainer Werner Schuster wie bei Freund sowohl für das Einzel als auch den Mannschaftswettbewerb eine Einsatzgarantie gab. Die Team-Olympiasieger Marinus Kraus und Andreas Wellinger sowie Markus Eisenbichler und Oldie Michael Neumayer springen die letzten zwei Startplätze im Training aus. Auch die Gold-Kombinierer legten im Team-Hotel ein wenig die Füße hoch.

Die Stimmung im streng bewachten deutschen Mannschaftsquartier könnte nach dem perfekten WM-Start kaum besser sein. "Nach vier Wettkampftagen können wir ein überaus positives Fazit ziehen", sagte Steinle. Neben der reichen Medaillenausbeute mit viermal Gold und einmal Silber lobte er vor allem die "sehr gute Atmosphäre unter den einzelnen Teams. Auch für Hermann Weinbuch, Bundestrainer der Kombinierer, ist dies ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. "Wir sind eine große Familie, es ist ein Teamspirit da. Das macht einfach Spaß. Man spürt, dass dies etwas Besonderes ist. Da kann man große Leistungen bringen", berichtete er begeistert.

Sportdirektorin Karin Orgeldinger hob ebenfalls das hervorragende Klima unter den Athleten hervor. "Die gesamte Mannschaft ist eine Einheit. Das wirkt sich aus. Wir hoffen, dass dieses Teamgefüge die Langläufer mitzieht, damit die auch noch eine Medaille machen", sagte sie. In der Loipe gingen die DSV-Athleten bisher leer aus.
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