Hinterseer macht die Musik

Komm her, Junge! Gut gemacht! Der Ingolstädter Trainer Ralph Hasenhüttl (Mitte) jubelt nach dem Abpfiff zusammen mit Elias Kachunga (links) über den ersten Bundesligasieg der Ingolstädter. Bild: dpa

Mainz ist ein gutes Pflaster für Aufsteiger. Nach dem FC Augsburg und der SpVgg Greuther Fürth feierte auch der FC Ingolstadt dank Lukas Hinterseer den historisch ersten Bundesligasieg bei den 05ern.

Lukas Hinterseer katapultierte sich in den Charts des FC Ingolstadt von Null auf Platz eins. "Irgendwer musste das Tor ja machen", sagte der 24-jährige Österreicher bescheiden nach dem historischen Siegtreffer für den oberbayerischen Aufsteiger beim 1:0 (0:0) am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim FSV Mainz 05. Es sei ein "super Gefühl", bekannte der Neffe des Volksmusik-Stars Hansi Hinterseer. Dass der Schlenzer in der 66. Minute ins rechte Eck des Mainzer Tores teuer für ihn werden könntem macht Hinterseer nichts aus. "Ich muss was springen lassen. Das mach ich gern."

Pokal-Aus vergessen

"Wir haben Geschichte geschrieben. Das ist eine geile Mannschaft", sagte auch Trainer und Landsmann Ralph Hasenhüttl begeistert. Das bittere Pokal-Aus in Unterhaching war vergessen. Der 48-Jährige vertraute bei der Premiere in Deutschlands höchster Fußball-Liga zunächst den Zweitliga-Meistern und lag damit goldrichtig. "Sie kennen die Abläufe, haben sie verinnerlicht. Wir haben eineinhalb Jahre gebraucht, um so zu spielen", begründete Hasenhüttl im "ZDF-Sportstudio".

"Wir haben wenig oder gar keine Angst. Ein 0:0 ist für uns immer ein gutes Ergebnis. Wir wollen nicht zwingend ein Tor machen, wir warten auf eine Gelegenheit." Und: "Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offenhalten." Das soll auch für die Heimpremiere in einer Woche gegen Borussia Dortmund gelten. "Respekt ja, aber keine Angst", sagte Hasenhüttl zur großen Aufgabe der schanzer gegen den BVB.

Die "perfekte Vorstellung" begeisterte den Trainer. "Das war das Maximum von dem, was wir spielen können. Dass die Mannschaft alles millimetergenau umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen haben, ist beeindruckend", meinte Hasenhüttl, der am Standort des Automobilherstellers Audi den Weg der kleinen Schritte weitergehen will, um nachhaltig wachsen zu können. "Wir sind kein Werksclub", betonte der Österreicher.
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.