Hirscher holt Kombi-Gold
Alpine Ski-WM

Beaver Creek.(dpa) Überwältigt von seinen Glücksgefühlen rannte Marcel Hirscher in den Zielraum und posierte mit Sonnenbrille vor den US-Fans. Dank einer Weltklasseleistung im zweiten Teil der Alpinen Kombination sicherte sich der Österreicher am Sonntag bei den Ski-Weltmeisterschaften sein erstes Gold der Titelkämpfe in den USA. Der dreimalige Gesamtweltcupsieger verbesserte sich dank seiner Ausnahmefähigkeiten im Slalom noch auf Platz eins, nachdem er nach der Abfahrt zum Auftakt lediglich 30. gewesen war. Silber gewann der Norweger Kjetil Jansrud, Bronze holte der Amerikaner Ted Ligety. Die deutschen Skirennfahrer verpassten in Beaver Creek den Sprung unter die Top 20.

Überschattet wurde der Wettbewerb vom schweren Sturz des Tschechen Ondrej Bank in der Abfahrt. Der 34-Jährige verlor kurz vor dem Zielsprung seinen Ski, drehte sich und krachte auf den Rücken. Bank rutschte bis ins Ziel und bewegte sich zunächst nicht. Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte schließlich eine Gehirnerschütterung, dazu zog sich Bank Gesichtsverletzungen zu und prellte sich das Bein.

Warten auf erste WM-Medaille

Beaver Creek.(dpa) Die Null-Medaillen-Ausbeute der ersten WM-Tage bereitet dem deutschen Alpinchef noch keine Sorgen. "Wir wussten schon, dass wir in der ersten Woche mit wenig Wasser durch die Wüste kommen müssen", befand Wolfgang Maier. Wie zuletzt vor sechs Jahren bei der WM in Val d'Isère blieben die Athleten des DSV auch in den USA in den Auftaktrennen ohne Podestränge.

Viktoria Rebensburg als einzige ausgemachte Medaillenkandidatin schaffte es weder im Super-G (Fünfte) noch in der Abfahrt (Zehnte) in die Top Drei. Umso mehr setzen die Deutschen nun auf die Technikrennen. Schon im Team-Event am Dienstag gilt das deutsche Quartett mit den erwarteten Startern Felix Neureuther, Fritz Dopfer, Rebensburg und Veronique Hronek als Podestkandidat. Im Mannschafts-Wettbewerb hat Alpindirektor Maier eine Medaille gefordert, insgesamt sollen es am Ende drei sein.

Miller: Karriereende wahrscheinlich

Beaver Creek.(dpa) Der bei der Ski-WM schwer gestürzte US-Skirennfahrer Bode Miller hält das Ende seiner Karriere für sehr wahrscheinlich. In einem Interview mit dem TV-Sender NBC bekräftige Miller die Absicht, seine Laufbahn zu beenden. "Ich tendiere ziemlich stark in die Richtung, nicht mehr auf die Piste zurückzukehren", sagte er nach dem spektakulären Sturz am Donnerstag im Super-G in Beaver Creek. Miller hatte sich eine Sehnenverletzung zugezogen und musste operiert werden.
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