Horst Wetterau lässt in Mexico die Muskeln spielen: Weltmeister in Schwergewichtsklasse
Weidener Bodybuilder gewinnt Weltmeisterschaft

Bild: IFBB

Um 3 Uhr früh war die Nacht für Heidi Griesbach beendet. Ein Anruf aus Mexiko riss sie in Mitterteich aus dem Schlaf - und machte sie unendlich glücklich. Am anderen Ende: Horst Wetterau, ihr Lebensgefährte. "Er telefonierte sofort, als er von der Bühne runter war", erzählt die Stiftländerin. Seine Nachricht: "Liebling, ich hab's endlich geschafft! Ich bin Weltmeister!"

Ein Mann am Ziel seiner Träume. Wetterau, der in Weiden wohnt, ist seit Jahren einer der bekanntesten Bodybuilder der Nation. Der einzige, der zwei Mal - 2007 und 2012 - den Deutsche-Meister-Titel ("Mr. Germany") holte. 2013 wurde der 44-Jährige Vizeweltmeister in der Mongolei - der Ehrgeiz, noch eine Stufe höher zu klettern, war entfacht.

Anstrengendes Jahr

"Mit dem Ende der WM 2013 begann die Vorbereitung für die WM 2014", sagt Lebensgefährtin Griesbach. Ein komplettes Jahr, in dem Wetterau hart trainierte und diszipliniert lebte, ein Jahr voller Blut, Schweiß und Tränen. Zur "Weltmeisterschaft-Junior/Masters" reiste der Weidener mit dem Nationalteam, das der Deutsche Bodybuilding- und Fitness-Verband (DBFV) stellt. Insgesamt ließen 260 Teilnehmer in 35 Nationalmannschaften ihre Muskeln spielen.

Dritte WM-Teilnahme

Für Wetterau war es die dritte WM-Teilnahme - nach 1993 (5. Platz) und eben 2013. In Morelia/Mexiko trat er in der Schwergewichtsklasse (über 90 Kilo) in der Klasse Masters 40 bis 49 Jahren an. Als Wettkampfgewicht brachte Horst Wetterau 104 Kilogramm auf die Waage, bei 1,75 Metern Körpergröße. Er fühlte sich in Topform, postete kurz vor der Entscheidung in der Nacht zum Montag auf Facebook: "Ich werde siegen!" Und er tat's dann auch.

Keine Zeit zum Feiern

Viel Zeit zum Feiern blieb nicht. Bereits am Montagmorgen (Ortszeit) stieg der Weltmeister in den Flieger in Richtung Heimat. Am Donnerstag soll Wetterau wieder als Außendienstmitarbeiter eines Nahrungsergänzungsmittelherstellers auf Achse sein. Dienstagnacht erwartet Heidi Griesbach ihren Horst zurück - dann gibt's den verdienten Lohn für die lange Zeit der Enthaltsamkeit: "eine schöne Brotzeit". Der Muskelmann wird's richtig stark finden.
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