HSV blickt in den Abgrund

Ist der HSV noch zu retten? Vor dem Relegationsrückspiel beim KSC sind Olic, Ilicevic und Lasogga angeschlagen. Wegen der Personalnot könnte van der Vaart zu einem letzten Einsatz kommen. Im Hintergrund werden mit einem neuen Investor die Finanzen für Liga 2 geregelt.

Der Hamburger SV blickt in den Abgrund. Und dann gehen dem akut abstiegsgefährdeten Bundesliga-Dino vor dem Relegationsrückspiel beim Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC am Montag (19.00 Uhr/ARD und Sky) auch noch die Stürmer aus. Vor allem um die Fitness von Ivica Olic müssen die Norddeutschen bangen, auch wenn der Kroate am Sonntag beim Abschlusstraining mitmischte. Seit Wochen plagen den 35 Jahre alten Kroaten Rückenschmerzen, am Freitag erlitt er nach der Spritze durch einen Spezialisten einen allergischen Schock. Mit dem Hubschrauber kam der Notarzt, mit Blaulicht wurde Olic ins Krankenhaus gebracht und eine Nacht überwacht.

Labbadia hofft

Herzrasen und Unwohlsein wurden von einem Wirkstoff ausgelöst, den er nicht vertrug. Neben ihm fehlte am Samstag auch Ivo Ilicevic beim lockeren Fußball-Tennis-Turnier, am Sonntag trainierte er bis kurz vor Schluss mit. Der Torschütze zum 1:1-Endstand im Hinspiel laboriert an Adduktorenbeschwerden und soll noch Schmerzen haben. "Bei beiden ist unklar, ob sie spielen können", sagte Trainer Bruno Labbadia.

Wenn der KSC, dem der gesperrte Dominic Peitz fehlt, erneut so erfrischend aufspielt und das Liga-Urgestein nach 52 Jahren absteigt, scheinen im Hintergrund wenigstens die Weichen gestellt. Wie die "BamS" berichtete, soll ein dritter Investor mit einem Kredit von 2,5 Millionen Euro beim klammen HSV einsteigen. Die Finanzspritze soll später in einen einprozentigen Anteil an der Fußball-AG umgewandelt werden. Die Badener wollen auch im Rückspiel ein unbequemer Gegner sein. "Wir wollen das Spiel zu Hause gewinnen, werden auf Sieg spielen und auf kein Ergebnis zocken", sagte Trainer Markus Kauczinski am Samstag. Dabei würde dem Zweitligisten bereits ein 0:0 reichen, um die Rückkehr ins Oberhaus nach sechs Jahren perfekt zu machen.
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