HSV meldet sich im Abstiegskampf zurück: 3:2 gegen FC Augsburg
Lasogga lässt Labbadia jubeln

Nur zwei Saisontore hatte Pierre-Michel Lasogga im Saisonverlauf erzielt. Diese Quote verdoppelte der HSV-Stürmer beim 3:2 gegen den FC Augsburg und umarmte deswegen auch Teamkameraden Matthias Ostrzolek. Bild: dpa
Der jubelnde Bruno Labbadia sprang am Spielfeldrand sogar höher als Matchwinner Pierre-Michel Lasogga nach dem Hammertor zum 3:2 (2:1) gegen den FC Augsburg. Der Trainer und Ex-Torjäger litt bei seiner Heimpremiere mit dem Sorgenprofi des Hamburger SV, der mit seinem fünften Bundesliga-Doppelpack (19./71.) an die Rettungstat in der Relegation des Vorjahres erinnerte. "Einfach geil, es gibt nichts Schöneres auf der Welt, wenn die Leute deinen Namen rufen", sagte Lasogga. Er trifft wieder - und der HSV siegt wieder. Den letzten Platz ist der Abstiegskandidat zumindest für eine Woche los.

Seit dem achten Spieltag war der 8,5-Millionen-Euro-Einkauf torlos und eigentlich fast immer verletzt. Die Kritiken prasselten immer heftiger auf den Angreifer ein, den Bundestrainer Joachim Löw vor nicht allzu langer Zeit zur Nationalmannschaft eingeladen hatte.

Labbadia packte nach dem emotionalen Spielverlauf Lasoggas Kopf und drückte ihn an seine Stirn. Das war Lob und Beschwörung zugleich. "Für einen Stürmer ist es immer gut zu wissen, dass der Trainer hinter einem steht", betonte Lasogga nach seinem erst vierten Saisontreffer. Nothelfer Labbadia fand den Motivationsschlüssel für den oft ungelenk wirkenden Hünen. "Vier wichtige Wochen stehen noch vor uns. Wenn wir genauso spielen und alles reinhauen, bleiben wir drin", meinte Lasogga. Und Clubidol Uwe Seeler pflichtete ihm bei: "Wenn wir noch zwei Spiele gewinnen, haben wir eine Chance". Dagegen haderte der FC Augsburg mit der Niederlage erneut gegen ein Team aus dem Tabellenkeller. Dass der FCA wegen der Niederlage der punktgleichen Schalker auf Rang sechs nach wie vor intakte Chancen auf den erstmaligen Einzug in den Europapokal besitzt, tröstete bei den Schwaben kaum jemanden. "Wir sind weiter oben dabei, haben aber nichts dafür getan", erkannte Geschäftsführer Stefan Reuter.
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