Hummels fällt aus, Herrmann vor Debüt

Es ist eine heikle Mission für Joachim Löw und seine Weltmeister, auch wenn es nur zur Probe gegen die USA und um Punkte gegen das Fußball-Niemandsland Gibraltar geht. Zwei Wochen nach dem Bundesliga-Abschluss müssen Bastian Schweinsteiger und Co. nochmal vom Urlaubs- in den Wettkampfmodus umschalten - und das ganz schnell. "Schwierig ist das alle Male", erklärte der Bundestrainer vor dem Treffpunkt seines Kaders am späten Sonntagabend in Köln.

"Vielleicht werden wir nicht die allerhöchste Anspannung hinbekommen wie vor einem ganz wichtigen Spiel oder einem Turnier. Aber die Konzentration wird da sein", sagte Löw in Berlin zu seinem Spagat. "Ein Jahr nach der WM und ein Jahr vor der EM muss man damit vorsorglich umgehen."

Auf die besonders stark beanspruchten Manuel Neuer, Thomas Müller und Toni Kroos verzichtet Löw ohnehin schon bei den zwei letzten Länderspielen der Nach-WM-Saison. Mats Hummels muss wegen seiner Hüftbeugersehnenentzündung passen, Jerome Boateng wird erst am Mittwoch nach Köln kommen und könnte gegen Gibraltar spielen.

Auch wenn in der Qualifikation noch ein heißer Herbst mit Spielen gegen Polen, in Schottland und in Irland bevorsteht, hat Löw längst die EM-Endrunde 2016 in Frankreich im Kopf. So wird am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) der Gladbacher Patrick Herrmann wohl zum 75. Neuling in der Ära Löw werden. "Im Hinblick auf die EM ist er einer der Spieler, die eine Rolle spielen könnten", bemerkte der Bundestrainer zu dem 24 Jahre jungen Mittelfeldspieler.
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