Ibrahimovic optimistisch vor Spiel gegen Chelsea - Pariser Clubpräsident fordert Titel
"Wir sind bereit"

Die Siegerpose beherrscht Zlatan Ibrahimovic perfekt. Ob er mit Paris Saint Germain nach dem Spiel gegen den FC Chelsea ebenfalls jubeln kann, wird sich am Dienstag herausstellen. Bild: dpa
Die Neureichen sinnen auf Revanche. Ein Jahr nach dem Viertelfinal-K.o. in der Champions-League gegen den FC Chelsea trifft Paris St. Germain im Achtelfinale erneut auf die Blues. Vor dem Hinspiel am Dienstag (20.45) in Paris stehen die Vorzeichen für das Team um Schweden-Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic jedoch alles andere als gut: Eine eklatante Formschwäche, eine lange Verletztenliste, Querelen und enormer Druck machen dem französischen Fußball-Meister zu schaffen. In Frankreich wird bereits spekuliert: Gelingt diese Saison der Coup in der Königsklasse erneut nicht, könnten die Ölscheichs aus Katar, denen ohnehin das Financial Fairplay ein Dorn im Auge sein soll - ihr Engagement bei PSG deutlich reduzieren oder sogar beenden.

Gegen Chelsea steht neben der mittelfristigen Zukunft des Vereins kurzfristig aber möglicherweise der Job von Trainer Laurent Blanc auf dem Spiel. Der Coach wisse, dass seine Arbeit inzwischen einzig und allein an den Ergebnissen in der Königsklasse bewertet werde, schrieb die Sportzeitung "L'Équipe" warnend am Montag. Ligatitel wie jene der vergangenen zwei Spielzeiten sind kein Trost mehr für den ehrgeizigen Clubpräsidenten Nasser Al Khelaïfi. Anfang 2013 hatte der Boss gesagt: "In den nächsten drei Jahren müssen wir irgendwann mal die Champions-League gewinnen."

Viele Profis nicht dabei

Ibrahimovic (33) übte sich unterdessen in Optimismus: "Wir sind bereit. Wir haben ein großes Team und starke Spieler." Von diesen starken Profis stehen viele jedoch nicht zur Verfügung. Beim enttäuschenden 2:2 am Wochenende daheim gegen Abstiegskandidat Caen, bei dem der Gegner in den Schlussminuten zweimal traf, mussten Nationalspieler Yohan Cabayé, die Brasilianer Marquinhos und Lucas sowie Serge Aurier verletzt ausscheiden. Sie alle sind zumindest im Prinzenpark nicht dabei. Zudem ist der Einsatz der angeschlagenen Mittelfeld-Motoren Blaise Matuidi und Thiago Motta fraglich. Als wäre das alles nicht genug, belasten den Dritten der Ligue 1 interne Querelen. So sollen laut Medienberichten "Ibra" und sein uruguayischer Sturmkollege Edinson Cavani alles andere als auf einer Wellenlänge liegen. Auch ist davon die Rede, dass einige Profis die Trainingsmethoden von Blanc infrage stellen und für die vielen Muskelverletzungen im Team verantwortlich machen.

Bei Chelsea herrscht dagegen beste Stimmung. Der Leader der Premier League, der den Champions-League-Erfolg von 2012 wiederholen will, reist wegen des frühen Ausscheidens im FA-Cup ausgeruht nach Paris. Nur hinter dem Einsatz von Oscar steht ein Fragezeichen. Dafür kehrt Diego Costa nach einer Drei-Spiele-Sperre ins Team zurück. Costa, der letzte Saison mit Atlético Madrid den Titel verpasste, setzt auf José Mourinho. "Unser Trainer hat die Champions häufiger gewonnen und hat viel Erfahrung. Das wird uns helfen."
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13792)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.