"Ich bin wieder da"

Der will doch nur spielen. Sieben Wochen war Arjen Robben bei den Bayern außer Gefecht. Am Samstag gegen den 1. FC Köln stand der Holländer gleich wieder in der Startelf - und dribbelte und spurtete, als wäre er nie weg gewesen.

München. So manch furchterregende Drohung kommt ganz harmlos daher. "Ich bin wieder da", sagte Arjen Robben frech grinsend am Samstag nach den 90 Minuten und dem lockeren 4:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln. Die Kölner merkten dabei schon nach 35 Minuten, dass der Holländer wieder da ist. Mit seinem 1:0 brach Robben nach einer mauen ersten halben Stunde den Bann.

Er ist wieder da: "Es war nicht einfach zuschauen zu müssen und wieder zurückzukommen, aber ich habe es geschafft", meinte Robben. Für den 31-jährigen Flügelflitzer, der sich Ende August eine Adduktorenverletzung zugezogen hatte, waren die letzten Wochen eine Qual. Er habe versucht, seine Energie in die Reha zu stecken, berichtete der Holländer aus seiner Leidenszeit. Sein Coach Pep Guardiola war einfach froh, eine weitere Alternative für sein Flügelspiel zu haben: "Er hat diese Nase fürs Toreschießen und diese unglaubliche Qualität im Eins-gegen Eins.

Als Robben nach gut einer Stunde ausgewechselt wurde, gab es donnernden Applaus. Die Bayern führten da vor 75 000 Zuschauern schon durch Tore von Arturo Vidal (40.) und Robert Lewandowski (62.) mit 3:0. Thomas Müller veredelte später noch mit einem Elfmetertor zum 4:0 (77.) den 1000. Sieg der Münchener in ihrer Bundesliga-Geschichte. "1000 Siege, das ist überragend", sinnierte Guardiola und schob leise nach: "Ich bin sehr stolz, Trainer von Bayern München zu sein." Doch wie lange noch? Über diese Saison hinaus? Kapitän Philipp Lahm verriet, dass er vor kurzem dem Trainer den Willen der Mannschaft überbracht habe. Der Inhalt: Pep solle bleiben. Und Lahm gab auch seine persönliche Meinung preis: "Ich weiß nicht, warum er zögert. Die Meinung der Mannschaft ist klar."

Auch Lewandowski, der im zehnten Bundesligaspiel der Saison seinen 13. Treffer (per Kopfball) erzielte, würde gerne mit Guardiola weitermachen. Der polnische Stürmer hatte aber auch schon anderes im Blick: Das DFB-Pokalspiel am Dienstag (20.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg. "Die haben eine Super-Mannschaft, einen Super-Trainer." Aber Lewandowski sagte auch: "Wir haben natürlich schon die nächste Runde im Blick." Wieder so eine Drohung, die eigentlich ganz harmlos daherkommt.
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