In Nürnberg glatter Sieg gegen Qualifikantin Doi
Kerber auf Finalkurs

Problemlos erreichte Angelique Kerber in Nürnberg das Halbfinale. Bild: dpa
Angelique Kerber spielt ihre Hauptrolle beim Tennis-Heimspiel in Nürnberg weiter mit Bravour - in der reizvollen Nebenrolle kam für Carina Witthöft das Aus vor großem Publikum. Titelfavoritin Kerber löste am Donnerstag ihre dritte Aufgabe bei dem mit 250 000 Dollar dotierten WTA-Turnier gegen die japanische Qualifikantin Misaki Doi trotz Rückenbeschwerden glatt mit 6:2, 6:3. "Ich habe mich gut bewegt. Die Schläge haben gepasst", resümierte die Weltranglistenelfte nach ihrer überzeugenden Vorstellung.

Abends kam dann die erst 20 Jahre alte Witthöft bei ihrem ersten Auftritt auf dem Center Court zu spät in Schwung: 0:6, 4:6 unterlag das große Talent aus Hamburg der ungesetzten Spanierin Lara Arruabarrena und verpasste damit den erhofften erstmaligen Einzug in das Halbfinale eines WTA-Turniers. Immerhin verdiente sich die deutsche Aufsteigerin des Jahres den Schlussapplaus der knapp 2000 Zuschauer. Nach einem deprimierenden Zwischenstand von 0:6, 0:4 kämpfte sie sich beherzt zurück ins Match und gab sich nach einer knappen Stunde Spielzeit erst beim fünften Matchball geschlagen.

Nach dem frühzeitigen Aus ihrer Fed-Cup-Kolleginnen Andrea Petkovic und Sabine Lisicki sowie dem abrupt gestoppten Vormarsch von Witthöft bleibt Kerber dem Nürnberger Versicherungscup als Publikumsmagnet erhalten. "Ich bin froh, dass ich hier erstmals im Halbfinale stehe", sagte Kerber. Nur die Muskulatur im unteren Bereich des Rückens bereitet ihr aktuell einigen Kummer. Trotzdem wolle sie sich durchbeißen, auch wenn "die Gesundheit am Ende vorgeht".

Nächste Gegnerin von Kerber auf dem Weg zum dritten Turniersieg des Jahres nach Stuttgart und Charleston (USA) ist Roberta Vinci. Die an Nummer vier gesetzte Italienerin musste in ihrem Viertelfinale gegen Kurumi Nara aus Japan deutlich länger kämpfen, um in drei Sätzen mit 6:1, 1:6, 6:4 zu gewinnen. "Auf Sand ist Roberta eine unangenehme Gegnerin", erklärte Kerber. Die zweite Endspiel-Teilnehmerin ermitteln Lara Arruabarrena, die vor Witthöft bereits Sabine Lisicki bezwungen hatte, und Karin Knapp aus Italien.

Kerber präsentierte sich nach einem Ruhetag auf dem sehr gut besuchten Center Court konzentriert und zielorientiert. Sie holte sich gegen eine zähe Widersacherin weiteres Selbstvertrauen für die am Sonntag beginnenden French Open: "Ich bin ganz gut im Schlag. Ich habe die Sandplatzsaison bislang gut hinbekommen mit zwei Turniersiegen und fahre selbstbewusst nach Paris."
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