In Rekordzeit zum Gruppensieg

Das ist die Entscheidung für den FC Bayern: Mario Götze sorgt mit diesem Tor für den 2:0-Endstand gegen den AS Rom. Bild: dpa

So schnell waren die Bayern noch nie. Bereits am vierten Spieltag der Champions-League sicherten sich die Münchner den Gruppensieg. Einen erneuten Kantersieg wie beim 7:1 vor zwei Wochen gab es aber gegen die äußerst defensiv eingestellten Römer diesmal nicht.

Der FC Bayern hat ohne große Kraftanstrengung seinen Turbo-Gruppensieg in der Champions-League gesichert. Zwei Wochen nach der 7:1-Gala beim italienischen Vizemeister AS Rom reichte den Münchnern am Mittwochabend im Rückspiel ein ungefährdetes 2:0 (1:0), um sich als erste deutsche Mannschaft in der Fußball-Königsklasse schon nach dem vierten Spieltag uneinholbar als Gruppenerster abzusetzen.

Die Tore von Franck Ribéry (38. Minute) und Mario Götze (64.) bescherten dem deutschen Fußball-Rekordmeister vor 68 000 Zuschauern den siebten Achtelfinal-Einzug in Folge.

Dabei kompensierten die Bayern neben den vielen Langzeitverletzten auch den kurzfristigen Ausfall des niederländischen Nationalspielers Arjen Robben (Magen-Darm-Infekt) problemlos und ließen der Roma mit ihrem dominanten Ballbesitz-Fußball nicht den Hauch einer Chance. Für die Bayern war es ähnlich wie der ebenfalls fürs Achtelfinale qualifizierte Ligarivale Borussia Dortmund der vierte Sieg im vierten Gruppenspiel. Die Münchner stehen damit bei ihrer 18. Teilnahme an der Champions-League schon zum 17. Mal in der K.-o.-Runde.

"Wir haben gewusst, dass es nicht so leicht und der Gegner anders auftreten wird. Sie haben sehr defensiv gespielt, teilweise mit einer Sechser-Abwehrkette. Es war wichtig, mit 1:0 in Führung zu gehen. Wir müssen nun bis zum Winter gut durchkommen und in der Bundesliga weiter Punkte holen", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm und Ribéry ergänzte: "Es ist wichtig, dass wir gewonnen haben. Es war eine schöne Woche für uns. Jetzt müssen wir auch gegen Frankfurt gewinnen."

Die Italiener wollten mit aller Macht ein ähnliches Debakel wie daheim im Stadio Olimpico vermeiden und traten entsprechend defensiv auf. Mit zwei tief stehenden Viererketten verschanzte sich der dreimalige Meister rund um den eigenen Strafraum und ließ dem FC Bayern nur wenig Platz zum Kombinieren. Trainer Rudi Garcia hatte im Vergleich zum Hinspiel seine Mannschaft auch auf fünf Positionen verändert, unter anderem fanden sich Altstar Francesco Totti, der englische Außenverteidiger Ashley Cole und der Ivorer Gervinho auf der Bank wieder.

Bollwerk hält lange

Das Konzept war wenig ansehnlich, ging aber zunächst auf. Hatte es vor zwei Wochen nach 36 Minuten noch 0:5 gestanden, hielt diesmal das Abwehr-Bollwerk lange Zeit dem Bayern-Druck stand. Bis zur 38. Minute mussten die Münchner Fans warten, ehe Ribéry einen schnellen Angriff der Münchner über David Alaba zur Führung verwertete.

Bis dahin hatten die Bayern zwar einen hohen Ballbesitz-Anteil, aber nur wenige Chancen. Ein abgeblockter Schuss von Juan Bernat (18.), ein Versuch von Philipp Lahm aus der Distanz (22.) und ein Freistoß von Alaba neben das Tor (33.) waren bis dahin die größten Möglichkeiten der Gastgeber, bei denen im Vergleich zum Dortmund-Spiel auch Nationalspieler Thomas Müller eine Pause erhielt.

Die Gäste aus der Ewigen Stadt kamen indes kaum über die Mittellinie und präsentierten sich äußerst harmlos - bis auf eine Aktion. Bei einem langen Ball tauchte Radja Nainggolan frei vor Neuer auf (25.). Der Belgier konnte den Ball aber nicht mehr kontrollieren und versuchte mit einer Flugeinlage noch einen Elfmeter herauszuholen. Der türkische Schiedsrichter Cüneyt Cakir fiel darauf aber nicht herein.

Im zweiten Durchgang bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Die Münchner schalteten weiter auf Offensive und hatten durch Alaba per Kopfball eine weitere Chance (52.). Für die Vorentscheidung sorgte zwölf Minuten später schließlich Götze, der nach Flanke von Robert Lewandowski den Ball ins Tor spitzelte und sein neuntes Pflichtspiel-Tor in dieser Saison erzielte. Danach verwaltete die Elf von Pep Guardiola das Ergebnis. Schlussmann Manuel Neuer war nahezu beschäftigungslos, erst in der 83. Minute wurde er einmal von Nainggolan ernsthaft geprüft.
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