In Zukunft ohne Startnummer 17
Formel 1

Paris.(dpa) Die Formel 1 wird Jules Bianchis Startnummer 17 nicht mehr vergeben. Diese Entscheidung teilte der Automobilweltverband Fia am Montag mit. Mit dieser Geste soll des am vergangenen Freitag gestorbenen Bianchi gedacht werden. Die Beerdigung des Franzosen findet am Dienstag (10 Uhr) in seiner Heimatstadt Nizza in der Cathédrale Sainte-Reparate statt.

Die Formel 1 hatte zur Saison 2014 feste Startnummern eingeführt, die die Fahrer ihre gesamte Karriere lang behalten. Bianchi hatte die Nummer 17 gewählt.

Sein früherer Rennstall bat am Tag vor der Trauerfeier um Rücksichtnahme. Wie das englische Team Manor mitteilte, erhalten nur die Familie, enge Freunde und Kollegen Zugang zum Gottesdienst. All jene, die Bianchi die letzte Ehre erweisen möchten, sollen sich vor der Kathedrale einfinden.

Bianchi war am vergangenen Freitag im Alter von 25 Jahren in einem Krankenhaus in Nizza gestorben. Der Franzose war den schweren Kopfverletzungen erlegen, die er neun Monate zuvor bei seinem Rennunfall in Japan erlitten hatte.

Fußball Hulk: Rassismus ist Alltag

St. Petersburg.(dpa) Brasiliens Top-Stürmer Hulk hat rassistische Beleidigungen im russischen Fußball als Alltag bezeichnet. "Das passiert in der russischen Liga in jedem Spiel. Früher habe ich mich aufgeregt. Heute werfe ich den Fans Küsse zu", sagte der Stürmer von Zenit St. Petersburg am Montag. Im Ausland würden diese Vorfälle fast nie beachtet.

Das würde sich bei der WM 2018 in Russland allerdings ändern. "Wenn es dann passiert, wird es eklig und hässlich", sagte Hulk vor internationalen Journalisten auf dem Zenit-Trainingsgelände. Hulk war zuletzt im März von Torpedo-Moskau-Fans mit Affen-Rufen beleidigt worden.

Im Saisonauftaktspiel am Freitag war Emmanuel Frimpong von FK UFA von Fans von Spartak Moskau als "Affe" beschimpft worden. Der Ghanaer zeigte den Mittelfinger und wurde daraufhin des Feldes verwiesen. Funktionäre bis hin zu Sportminister und WM-OK-Chef Witali Mutko relativierten anschließend das Geschehen und wiesen indirekt Frimpong die Schuld zu.

Am Samstag werden in St. Petersburg die Qualifikationsgruppen für die WM 2018 ausgelost.
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