Infantino neuer Fifa-Chef
Schweizer sticht Scheich aus

Der Weltfußball in neuen Händen: Der Schweizer Gianni Infantino tritt als Fifa-Präsident das Erbe seines Landsmanns Joseph Blatter an. Bild: dpa

Der Sieger der Fifa-Präsidentschaftswahl heißt Gianni Infantino. Der Uefa-Generalsekretär setzte sich gegen Scheich Salman aus Bahrain durch und wird Nachfolger seines gestürzten Landsmannes Joseph Blatter. Der deutsche Fußball steht auf der Seite des Siegers.

Zürich/Frankfurt. Die Fifa bleibt in Schweizer Hand: Gianni Infantino ist neuer Präsident des Fußball-Weltverbands Fifa. Der 45-Jährige setzte sich am Freitag in Zurich im zweiten Wahlgang gegen den zuvor als Favoriten gehandelten Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa durch. Infantino erhielt 115 der 207 Stimmen und damit die erforderliche Mehrheit, für Scheich Salman votierten 88 Delegierte.

Prinz Ali aus Jordanien mit 4 Stimmen und der Franzose Jérôme Champagne mit 0 Stimmen waren chancenlos. Infantino tritt damit die Nachfolge des für sechs Jahre gesperrten Joseph Blatter an, der die Fifa seit 1998 geführt hatte. Der bisherige Generalsekretär des europäischen Dachverbands Uefa hatte unter anderem die Unterstützung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Infantino hatte als Kandidat den gesperrten Uefa-Präsidenten Michel Platini ersetzt, der eigentlich Blatters Amt übernehmen wollte. Kurz vor der Abstimmung in Zürich hatte der fünfte Bewerber, Tokyo Sexwale aus Südafrika, seinen Rückzug verkündet. Unterdessen gehen der DFB und Generalsekretär Helmut Sandrock getrennte Wege. Wie der DFB mitteilte, gibt der 59-Jährige sein Amt "auf eigenen Wunsch" auf. (Kommentar und Seite 9)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.