Ingolstadt auswärts eine Macht

Welcher der beiden Trainer hat nach dem 28. Spieltag in der 2. Bundesliga noch gut lachen? Ralph Hasenhüttl (links) vom Spitzenreiter FC Ingolstadt ist überzeugt, dass sein Team die Hürde in Heidenheim nehmen wird. Dirk Schuster hat jüngst seinen Vertrag beim SV Darmstadt verlängert und will in Nürnberg auf Aufstiegskurs bleiben. Bild: dpa

Ingolstadt und Darmstadt wollen im Aufstiegsrennen der 2. Liga vorlegen und Kaiserslautern unter Druck setzen. Beide Teams gehen gestärkt in den 28. Spieltag - aus unterschiedlichen Gründen. Im Abstiegskampf muss sich wieder mal 1860 München beweisen.

Der FC Ingolstadt hofft auf die Stärke in der Fremde, Darmstadt 98 demonstriert Vertrauen in Erfolgstrainer Dirk Schuster: Im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga wollen beide Top-Clubs nicht an Fahrt verlieren.

"Jetzt geht es darum, dass wir wieder unser Auswärtsgesicht zeigen", forderte FCI-Coach Ralph Hasenhüttl vor der Partie des Tabellenführers in Heidenheim am Freitag (18.30 Uhr). Bei einem Sieg in Nürnberg würde Sensationsteam Darmstadt zumindest bis Montag am zweitplatzierten FCK vorbeiziehen - und die Woche damit auch auf dem Platz mit einer weiteren Erfolgsmeldung krönen. Mit der Vertragsverlängerung von Coach Schuster bis 2018 sendeten die Südhessen am Mittwochabend ein selbstbewusstes Signal an die Liga. "Ich denke, das ist das richtige Zeichen, dass wir in unserer Entwicklung noch nicht am Ende angelangt sind", sagte Schuster.

Seit sechs Spieltagen halten sich die Lilien in der Aufstiegszone, dank einer herausragenden Abwehr ist der Durchmarsch von Liga drei in das Fußball-Oberhaus keine Utopie mehr. "Die Mannschaft ist weiterhin heiß", verkündete Schuster vor der Aufgabe in Nürnberg, wo Darmstadt in bislang 14 Gastspielen noch nie gewonnen hat. Der Club bangt um den Einsatz von Torhüter Raphael Schäfer (Ellbogenblessur). Nach vier Niederlagen in Serie stehen die Nürnberger Spieler in der Pflicht.

Tabellenführer Ingolstadt hatte die kurze Heim-Flaute beim 2:0 gegen den FSV Frankfurt beendet - was Hasenhüttl optimistisch stimmt: Neben dem ersten Heimsieg seit Ende Dezember freute den Coach, dass etwa Stürmer Lukas Hinterseer wieder getroffen hatte. "Man merkt, dass Ballast abgefallen ist", sagte Hasenhüttl. Auswärts sind die Oberbayern in dieser Saison bei nur einer Niederlage in 13 Spielen bärenstark, vor der Reise nach Heidenheim ist dem FCI nicht bange. Einen Selbstläufer erwartet Hasenhüttl aber natürlich nicht. "Viele Topmannschaften hatten dort Probleme", sagte er. Mit einem Sieg könnte Ingolstadt den Vorsprung auf Kaiserslautern auf sechs Zähler ausbauen - die Pfälzer spielen am Montag in Düsseldorf.

Im Tabellenkeller steigt die Spannung: Zwischen Schlusslicht Aalen und 1860 München auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz liegen nur drei Punkte. Die Löwen müssen am Samstag in Braunschweig ran, nach dem 0:1 daheim gegen Aue mahnte Trainer Torsten Fröhling: "Brust raus und weitermachen. Sonst können wir uns auch einbuddeln." Der VfR Aalen schlägt sich indes vor dem Spiel bei Union Berlin mit dem verhängten Zweipunkteabzug wegen eines Verstoßes gegen Lizenzierungsauflagen herum. Einen Einspruch lehnte die DFL nach Clubangaben vom Donnerstag ab.
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