Ingolstadt patzt, Club jubelt

Nürnbergs Peniel Mlapa (rechts) freut sich nach seinem Treffer zum 1:0 mit den Mannschaftskollegen Dave Bulthuis (links) und Niclas Füllkrug. Der Club siegte mit 3:1 gegen Union Berlin und blickt wieder etwas hoffnungsfroher in die Zukunft. Bild: dpa

Die 2. Liga bleibt eine Wundertüte. Spitzenreiter Ingolstadt patzt im Aufstiegskampf, Interimscoach Beierlorzer erlebt in Leipzig einen Fehlstart. Dafür hat der 1. FC Nürnberg seine kleinen Wiederaufstiegshoffnungen am Leben erhalten. Ein bisschen Mut darf der TSV 1860 schöpfen.

Das Trainer-Beben in Leipzig hat auf Anhieb keinen befreienden Effekt beim ehrgeizigen Fußball-Zweitligisten ausgelöst - im Gegenteil: Nach dem Abgang von Alexander Zorniger erlebten die Sachsen im ersten Punktspiel unter Interimscoach Achim Beierlorzer mit dem 0:1 gegen den FSV Frankfurt ein Fiasko. Die Aufstiegsplätze rücken nach einem kapitalen Torwartfehler weiter in die Ferne. "Es ist eine Kopfsache", haderte Beierlorzer nach seinem Fehlstart.

Auch Tabellenführer FC Ingolstadt erlebte am 21. Spieltag eine böse Überraschung mit der ersten Heimniederlage beim 1:3 gegen den abstiegsgefährdeten SV Sandhausen. "Wir sind keine Mannschaft, die unbesiegbar ist. Aber wir werden die richtigen Schlüsse ziehen, da können Sie Gift drauf nehmen", versicherte Trainer Ralph Hasenhüttl trotzig.

In Leipzig hieß der Schuldige Fabio Coltorti: Ein folgenschwerer Fehlpass des Schweizer Schlussmannes ermöglichte dem Frankurter Odise Roshi das Siegtor (58. Minute). Gewinner im Aufstiegskampf war der Tabellenzweite 1. FC Kaiserslautern, der mit einem 1:0 gegen VfR Aalen den Rückstand auf Ingolstadt auf fünf Punkte verkürzen konnte.

Oben und unten spitzen sich die Dinge zu. Trainer Markus von Ahlen stand im Existenzkampf mit 1860 München kurz vor einem Sieg in Darmstadt. Doch Leon Balogun konnte kurz vor Schluss für den Tabellenvierten zum 1:1-Endstand ausgleichen. Der von Borussia Dortmund ausgeliehene Youngster Jannik Bandowski (20) brachte die "Löwen" in Führung. Rubin Okotie verschoss danach zu lässig einen Foulelfmeter, was sich für die "Löwen" am Ende bitter rächte. "Uns müsste das 2:0 gelingen, dann gehen wir als Sieger vom Platz", kommentierte 1860-Coach von Ahlen.

Jubeln konnte am Sonntag auch der 1. FC Nürnberg: Jakub Sylvestr sicherte dem "Club" mit einem Doppelpack einen 3:1-Heimerfolg gegen Union Berlin. "Wir haben die Zweikämpfe angenommen und viele zweite Bälle gewonnen", lobte Trainer René Weiler. Sebastian Polter war der Unglücksrabe bei den Gästen: Erst glich er die FCN-Führung durch Peniel Mlapa aus, dann verursachte er unnötig den vorentscheidenden Handelfmeter zum 1:2.

Abgeschlossen wird der 21. Spieltag am Montagabend mit dem Kellerduell zwischen St. Pauli und Fürth. "Jetzt ist Abstiegskampf angesagt. Und das müssen wir von Anfang an auf den Platz bringen", sagte Trainer Frank Kramer
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.