Ingolstadt schüttelt Verfolger ab - "Löwen" siegen - Fürth nur 2:2
Projekt Aufstieg vor Vollendung

Jubel bei Marius Wolf, der die "Löwen" mit seinem Treffer zum 1:1-Ausgleich wieder ins Spiel brachte. Bild: dpa
Der Bundesliga-Aufstieg des FC Ingolstadt wird allmählich zur Gewissheit. Neben dem umjubelten 3:2 (0:1)-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf in allerletzter Sekunde freute sich der Spitzenreiter auch über Punktverluste der Konkurrenz. In Überzahl verspielte Darmstadt 98 beim 1:1 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag eine 1:0-Führung. Der Karlsruher SC musste sich am 29. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga beim SV Sandhausen mit einem 0:0 begnügen. An diesem Montag kann der 1. FC Kaiserslautern gegen RB Leipzig bis auf fünf Punkte an den FCI heranrücken.

Fürth steckt hinten fest

Die SpVgg Greuther Fürth steckt nach dem 2:2 (0:1) gegen Union Berlin mehr denn je im Abstiegs-Schlamassel. Nachdem der VfR Aalen (2:1 gegen Eintracht Braunschweig), der TSV 1860 München (2:1 gegen den VfL Bochum) und der FC St. Pauli (1:0 gegen den 1. FC Nürnberg) im Tabellenkeller vorgelegt hatten, schlug immerhin Erzgebirge Aue zurück: Der Tabellen-17. besiegte den FSV Frankfurt mit 1:0 (0:0). Ingolstadt feierte in der sechsten Minute der Nachspielzeit einen glorreichen Erfolg. "So werden wir unseren Traum erfüllen", sagte Matchwinner Marvin Matip. Joel Pohjanpalo (33.) und Ihias Bebou (74.) hatten die Gäste, die nach Rot für Adam Bodzek über eine Stunde in Unterzahl spielten, zweimal in Führung gebracht. Mathew Leckie (86.) und Moritz Hartmann (65.) glichen aus - und dann schlug Matip zu.

Das Aufsteiger-Duell zwischen Darmstadt und Heidenheim lebte von Spannung statt von Höhepunkten. Dominik Stroh-Engel verwandelte einen Foulelfmeter (64.) zur Darmstädter Führung. Nach Gelb-Rot für Philip Heise (67.) glich der Gast in Unterzahl durch den eingewechselten Florian Niederlechner (77.) aus. "Der Punkt ist in Ordnung", sagte Stroh-Engel. Der Traum von der Bundesliga-Rückkehr mehr als drei Jahrzehnte nach dem Abstieg bleibt greifbar. Auch der KSC verlor bei einem leistungsgerechten Remis in Sandhausen an Boden. Fürths Misere geht weiter - diesmal ging es mit der Verletzung von Torhüter Wolfgang Hesl schon vor dem Anpfiff los. Vertreter Mark Flekken war beim 0:1 durch Berlins Maximilian Thiel (8.) machtlos und sah beim 1:2 durch Michael Parensen (79.) unglücklich aus. Sebastian Freis (50.) und Johannes Wurtz (89.) retteten den seit über zwei Monaten sieglosen Franken immerhin einen Punkt. "Die Jungs haben wieder eine Riesenmoral gezeigt", sagte Fürths Coach Mike Büskens.

Tor mit letzter Aktion

Das Tor von Stephan Hain in der allerletzten Aktion des Spiels löste bei 1860 München eine Explosion der Gefühle aus. "Das war nur der Anfang. Wir müssen nachlegen", erklärte Hain. Michael Gregoritsch (16.) hatte Bochum nach vorne gebracht. Marius Wolf (56.) glich aus.
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