Ingolstadt vor Aufstieg

Das war der Ausgleich für den FC Ingolstadt: Robert Bauer (rechts) schießt den Ball ins Berliner Netz zum 2:2. Mit dem Remis wahrte Ingolstadt seine Chance, eventuell bereits am kommenden 31. Spieltag den Bundesligaaufstieg perfekt zu machen. Bild: dpa

Vor fünf Jahren spielte der FC Ingolstadt noch in der 3. Liga. Nach einem wertvollen Punktgewinn in Berlin winken bald Derbys gegen den großen FC Bayern. Kultverein St. Pauli droht dagegen die 3. Liga.

Der FC Ingolstadt ist dicht vor seinem großen Ziel. Nach einem turbulenten 2:2-Unentschieden bei Union Berlin können die Oberbayern womöglich schon am kommenden Spieltag - ausgerechnet im Derby gegen den 1. FC Nürnberg - den erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga perfekt machen. "Jetzt geht es in die entscheidende Phase", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl, der im TV-Sender Sky wegen des zwischenzeitlichen 1:2-Rückstandes von einem Punktgewinn sprach: "Meine Mannschaft steht für Willen bis zum Schluss." Ein zielstrebig verfolgter Plan könnte in Ingolstadt wahr werden: Fünf Jahre nach dem Aufstieg aus der 3. Liga gäbe es im Audi-Sportpark künftig Fußball-Feste gegen den FC Bayern oder VfL Wolfsburg, bei dem der Mutterkonzern VW der Geldgeber ist.

Hinter Spitzenreiter Ingolstadt (59 Punkte) bleibt das Rennen völlig offen. Die besten Chancen auf den zweiten direkten Aufstiegsplatz hat nach einem 2:0-Sieg am 30. Spieltag beim VfL Bochum weiterhin der 1. FC Kaiserslautern (54 Punkte). Hinter den Pfälzern folgen der Karlsruher SC (52) und Darmstadt 98 (50), das als einziges Team aus den "Top 4" am 30. Spieltag verlor. Und zwar mit 1:2 im Aufsteigerduell bei RasenBallsport Leipzig. Die Sachsen (47) sind wieder voll im Aufstiegsgeschäft.

Im Abstiegskampf konnten nur 1860 München und der VfR Aalen punkten. Markus Steinhöfer rettete am Sonntag mit seinem Ausgleichstor beim FSV Frankfurt ein 1:1-Unentschieden für Aalen. Tags zuvor erkämpften die Münchner "Löwen" das gleiche Resultat in Düsseldorf. "Der Punkt kann noch ganz wichtig für uns werden", sagte Torschütze Daniel Adlung.

Dagegen war Mike Büskens wieder einmal bedient. "Das ist ein Wahnsinn, das ist definitiv ein Wahnsinn!", klagte der Coach der SpVgg Greuther Fürth nach dem nächsten unnötigen Rückschlag. Das 1:2 (1:0) beim Karlsruher SC könnte die Franken noch teuer zu stehen kommen: Nach nur fünf Punkten aus den letzten neun Partien und keinem Sieg seit Mitte Februar bleiben die Fürther in Schlagdistanz zur Abstiegszone.

Tabellenletzter ist wieder der FC St. Pauli, der nach Toren von Robert Leipertz und Marc Schnatterer mit 1:2 in Heidenheim verlor. Der "Super-Gau", wie Pauli-Trainer Ewald Lienen den drohenden Abstieg bezeichnete, rückt näher. Am Montagabend kämpft noch der Tabellenvorletzte Erzgebirge Aue in Braunschweig ums sportliche Überleben.
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