Ingolstadt zieht weiter davon

Der Ingolstädter Mathew Leckie (rechts) jubelt mit Pascal Groß nach seinem Treffer zum 1:0 gegen den FC St. Pauli. Bild: dpa

Der große Gewinner des 18. Zweitliga-Spieltags heißt einmal mehr FC Ingolstadt. Die Oberbayern ziehen im Kampf um den Aufstieg weiter davon, vor allem, weil die Konkurrenz reihenweise patzt. Auf Rang zwei kletterte am vorletzten Spieltag des Jahres der SV Darmstadt.

Der FC Ingolstadt ist auf dem Weg in die Bundesliga nicht zu bremsen. Dank eines 2:1 (1:0)-Sieges über St. Pauli um Neu-Trainer Ewald Lienen bauten die Oberbayern am Mittwoch ihren Vorsprung auf Rang zwei auf sieben Zähler aus. Während der FCI den vierten Sieg in Serie feierte, wurde er eine Woche vor Weihnachten von einigen Verfolgern auch noch reich beschenkt - einzig der nun zweitplatzierte SV Darmstadt 98 konnte ebenfalls gewinnen.

Die Hessen setzten sich in Sandhausen 2:1 (1:0) durch und zogen am Karlsruher SC vorbei. Der 1. FC Kaiserslautern ließ durch ein 1:1 beim TSV 1860 München ebenso Punkte wie RB Leipzig beim 0:0 in Aalen. Wieder in die Spur gekommen ist der 1. FC Nürnberg, der bei Erzgebirge Aue mit 1:0 (0:0) gewann und weiter nach oben kletterte.

In Ingolstadt lief es früh nach Plan für die Gastgeber, als Mathew Leckie mit einem abgefälschten Schuss der Führungstreffer gelang (22. Minute). Von einem Klassenunterschied zwischen dem Erst- und dem Letztplatzierten war aber nichts zu sehen. Die Hausherren ließen nach und kassierten durch Sebastian Schachten (78.) sogar den Ausgleich.

Aber Ingolstadt ist einfach zu cool - und lässt sich auch von gesundheitlichen Beschwerden nicht aufhalten. "Ich hatte Magenprobleme und Krämpfe", berichtete Pascal Groß nach seinem Siegtor (80.). "Ich wollte aber unbedingt auf dem Platz bleiben, um der Mannschaft vielleicht mit einer Aktion noch zu helfen." Kapitän Marvin Matip sagte: "Wir haben es heute nicht so gut gemacht. Wir spüren, dass der Tank leer ist. Aber ich bin brutal stolz auf die Mannschaft, dass sie nach dem 1:1 so eine geile Antwort gegeben hat." Die Ergebnisse in den anderen Stadien ließen den FCI am 18. Spieltag zum großen Gewinner werden. Nachdem am Dienstag schon der KSC (0:2 bei Union Berlin) und Fortuna Düsseldorf (1:2 bei Eintracht Braunschweig) verloren hatten, patzte auch Lautern. Ausgerechnet bei den kriselnden Münchner "Löwen" konnte das Team von Kosta Runjaic seine Überlegenheit nur in ein Tor durch Markus Karl (85.) ummünzen. Yannick Stark (26.) hatte für den TSV getroffen (26.). "Die Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft und viele Vorgaben umgesetzt. Mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden. Wir wollten gewinnen und sind ein bisschen verärgert", sagte der in der Kritik stehende TSV-Trainer von Ahlen, der seit seinem Amtsantritt Ende September erst drei Siege aus elf Partien feiern durfte.

Letztlich war es aus dem Top-Quintett nur Aufsteiger Darmstadt, der neben Ingolstadt jubelte. Die Hessen zeigten in Sandhausen eine dominante Vorstellung und wurden durch Milan Ivana (15.) und Hanno Behrens (86.) belohnt. Die "Lilien" bleiben im neunten Spiel in Serie ungeschlagen.

Von einer derartigen Konstanz ist Leipzig weit entfernt: Die Sachsen verpassten durch das Remis in Aalen den Sprung auf Rang drei und verloren auch Anthony Jung (56.) nach zwei Gelben Karten innerhalb von fünf Minuten. Am Ende konnte RB im Gegensatz zu den besseren Hausherren über den Punkt glücklich sein. "Die Scheiß-Murmel will nicht in die Kiste", klagte Aalen-Trainer Stefan Ruthenbeck. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, aber uns nicht belohnt."
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