Jeder Schiedsrichter in der Bundesliga erhält 15 Dosen - Was macht der TÜV?
Ab nächstem Spieltag wird gesprayt

Her mit der Dose: Ab dem nächsten Bundesliga-Spieltag wird das Freistoßspray auch in der Bundesliga genutzt. Bild: dpa
Das umstrittene Freistoßspray soll wie geplant am nächsten Bundesliga-Wochenende, am 18./19. Oktober, erstmals eingesetzt werden. Dies bestätigte am Dienstag ein Sprecher des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Wir haben immer gesagt, wir führen es am achten Spieltag ein. Dabei bleibt es." Benutzt wird das bisher im internationalen Fußball verwendete Spray aus Argentinien, von dem der DFB 5000 Dosen bestellt hatte. Der Verband prüft derzeit aber weitere Anbieter auf dem neu entstandenen Markt.

"Ich gehe davon aus, dass es relativ schnell geht und das Freistoßspray schon am kommenden Spieltag am übernächsten Wochenende in der Bundesliga zum Einsatz kommt", sagte auch Erstliga-Referee Jochen Drees der Mainzer "Allgemeine Zeitung". Die Spitzenreferees haben das Thema auf der Tagesordnung ihres derzeitigen Workshops in Mainz, es gab aber laut DFB nur einige praktische Anweisungen. Laut Lutz Michael Fröhlich, dem DFB-Abteilungsleiter Schiedsrichter, sind alle rechtlichen Dinge geklärt. Jeder Unparteiische erhielt 15 Spraydosen.

Zuletzt hatte es einige Diskussionen um das Spray gegeben: Bei einem von der "Bild"-Zeitung in Auftrag gegebenem Gutachten des TÜV Rheinland wurde bekannt, dass das Spray aus gesundheitlichen Gründen in Deutschland und EU-weit nicht benutzt werden dürfe. Auch sei der Treibgasanteil so hoch, dass eine Gefahrstoffkennzeichnung für hochentzündliche Produkte zwingend sei. Die Uefa vertraut auf den Einsatz des seit der WM in Brasilien bekannten Schaums in den Spielen der Champions-League und der Europa-League.
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