Jetzt wartet Federer

Philipp Kohlschreiber hat die bisherigen Aufgaben bei den US Open gut gelöst. Aber jetzt bekommt der Augsburger einen richtig dicken Broken vorgesetzt. Er muss gegen Roger Federer ran. Bild: dpa

Das deutsche Tennis-Quintett bleibt den US Open erhalten. In der dritten Runde am Samstag werden die Aufgaben aber schwerer, wenn nicht gar unlösbar. Philipp Kohlschreiber hofft trotzdem unverdrossen auf seinen ersten Sieg gegen Roger Federer.

Philipp Kohlschreiber freut sich schon, obwohl Prügel von Roger Federer drohen. Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Sabine Lisicki und Mona Barthel wollen dagegen bei den US-Open endlich für ein Grand-Slam-Achtelfinale mit deutscher Beteiligung in diesem Jahr sorgen. In New York kämpft das am Donnerstag siegreiche Tennis-Quintett darum, dass aus der dritten Runde auch ein großer deutscher Samstag wird.

Noch nie gewonnen

Das Match des Tages gehört Kohlschreiber gegen den bislang unbezwingbaren Federer. "Es gibt immer ein erstes Mal, so muss man das wohl sehen", sagte die deutsche Nummer eins nach dem 7:6 (7:4), 6:2, 6:2 gegen den Tschechen Lukas Rosol. Natürlich ist dem Weltranglisten-29. klar, dass der fünfmalige US-Open-Champion haushoher Favorit ist. "Es wird verdammt schwer, wenn ich nicht meinen besten Tag habe oder er sich nicht ein bisschen verzaubert", sagte Kohlschreiber.

Mut macht dem Augsburger das jüngste Match beim Rasen-Turnier in Halle, als er im Tiebreak des dritten Satzes nur hauchdünn 5:7 verlor und so dicht wie noch an einem Sieg dran war. Aggressiv will der 31-Jährige spielen, möglichst oft auf die Rückhand, die er als Schwachpunkt ausgemacht hat. Federer ist der einzige große Spieler, den er noch nicht geschlagen hat - und der Baseler ist schon 34. So viel Zeit bleibe ihm nicht mehr für den ersten Sieg, wie Kohlschreiber ein wenig schelmisch feststellte.

Angelique Kerber hat ihre bislang vier Duelle gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka ebenfalls alle verloren und freut sich auf den nächsten Versuch gegen die Weißrussin. "Diesen Nervenkitzel liebe ich auch", meinte die Weltranglisten-Elfte. Die Kielerin hat ebenso wie Andrea Petkovic, die auf die britische Qualifikantin Johanna Konta trifft, diesmal kein Vorbereitungsturnier gespielt. Beide halten sich so weit wie möglich vom Gewusel auf der US-Open-Anlage fern, um Energie zu sparen. Sabine Lisicki versucht das auch, aber: "Man kommt nicht weg, fängt an zu quasseln. Das macht auch Spaß, mit den Leuten zu reden." Die Achtelfinalistin von 2011 trifft auf die Tschechin Barbora Strycova .Petkovic stand vor vier Jahren im Viertelfinale, Kerber gar im Halbfinale, für Barthel ist das Match gegen die Amerikanerin Varvara Lepchenko die Drittrunden-Premiere in New York.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.