Junger Weidener Fußballer trainiert bei den Nürnberger Profis und unterschreibt ...
Lipperts Doppelpass mit Pinola

Dennis Lippert im Club-Trikot: Der Weidener trainierte jetzt erstmals mit den Profis. Bild: hfz
Nürnberg/Weiden. (mr) An viel Schlaf war nicht zu denken: "Um sechs Uhr war ich wach." Unruhig wälzte sich Dennis Lippert im Bett hin und her. "Natürlich war ich sehr nervös." Irgendwie stand auch eine große Prüfung an: Das erste Training mit der Profi-Truppe des 1. FC Nürnberg.

Der Weidener Dennis Lippert ist fester Bestandteil der U19-Mannschaft des Zweitligisten, hat bisher jedes der 19 Saisonspiele absolviert. Zwei Treffer hat er erzielt, als Linksverteidiger. Solche Leistungen bleiben auch Club-Coach René Weiler nicht verborgen. Als in der vergangenen Woche einige Profis mit ihren Nationalmannschaften auf Länderspielreise waren, zog der Schweizer Coach zwei A-Jugendspieler ins Training hoch: Lippert und dessen Kollegen aus den A-Junioren, Philipp Hercher. Am vergangenen Donnerstag durften sie bei Polak, Schäfer und Co. mittrainieren.

"Es war schon ein bisschen komisch. Da ist schon alles viel größer", staunte Lippert zunächst über den Kabinentrakt der Profis am Valznerweiher. Aufgenommen wurden sie herzlich. Jakub Sylvestr oder Peniel Mlapa kümmerten sich gleich um die Nachwuchsspieler.

Auf dem Trainingsplatz übte Lippert dann am meisten mit Javier Pinola. Da waren Linksverteidiger unter sich: "Er hat mir schon einige Tipps gegeben", erzählte der 19-jährige gebürtige Weidener, der im Jahr 2003 bei der SpVgg das Fußballspielen begann und im Sommer 2012 vom Wasserwerk zum FCN wechselte. Der Argentinier zeigte dem Oberpfälzer Laufwege und Verhaltensweisen im Zweikampf. Die Einheit bei den Profis war intensiv. Ein Gespräch mit Weiler gab es nach dem Training nicht. Über A-Jugendtrainer Pellegrino Matarazzo ließ der Profi-Coach aber ein Lob an die beiden Jungspunde ausrichten.

Dennis Lippert spielt auch eine interessante Position für Weiler. Die Stelle als Linksverteidiger gilt - trotz Javier Pinola - als nicht optimal besetzt. Die Nürnberger sind dauernd auf der Suche nach Alternativen. Vielleicht ist ja mal Lippert eine Option? Aber der macht sich da überhaupt keinen Kopf, plant einen Schritt nach dem anderen. Der 1,72 Meter große, technisch starke Linksfuß spielte am Samstag erstmals in der Regionalligamannschaft - und das gleich über die volle Distanz. Beim FC Augsburg II verlor der kleine Club mit 0:1.

Körperlich noch zulegen

Tags zuvor hatte Lippert, der im vergangenen Jahr am Kepler-Gymnasium sein Abitur machte, einen Zweijahresvertrag bei der Regionalliga-Mannschaft des Clubs unterschrieben. "Ich konzentriere mich jetzt voll auf Fußball. Mal schauen, wie weit ich es schaffe", skizziert der Weidener seine Zukunftspläne. Nebenbei jobbt er ein bisschen in der Club-Geschäftsstelle. Ein wenig Ablenkung tut ganz gut zwischen den Trainingseinheiten: Lippert gilt als zweikampfstark und Spieler mit Übersicht. Intensiv will er daran arbeiten, seine Flanken zu verbessern. "Und körperlich habe ich auch noch Defizite", sagt er. Die Kraftkammer dürfte öfter von ihm Besuch bekommen. Es wird einiges an Schweiß fließen in den nächsten zwei Jahren: Wohin führt Lipperts Weg? Vielleicht sogar in den großen Kabinentrakt beim Club?
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.