Kampf gegen den Fluch

"Bei uns ist jeder motiviert, dieses Spiel zu gewinnen", sagt Bayers südkoreanischer Angreifer Heung-Min Son (Szene aus der Partie in Augsburg/2:2) vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Atlético Madrid. Bild: dpa

Bayer kämpft in der Champions-League gegen seine Achtelfinal-Misere. 2013/14 schied Leverkusen gegen Paris St. Germain mit einem Gesamtergebnis von 1:6 aus. Zwei Jahre davor war gegen den FC Barcelona Endstation.

Bayer Leverkusen will seinen Königsklassen-Fluch ausgerechnet gegen Atlético Madrid beenden. Noch nie seit Einführung der K.-o.-Runde hat der Fußball-Bundesligist ein Champions-League-Achtelfinale überstanden. Dennoch zeigte sich Trainer Roger Schmidt vor der schweren Aufgabe gegen Spaniens Meister dezent optimistisch: "Wenn man gegen den Fast-Champions-League-Sieger spielt, ist man nur Außenseiter. Wir brauchen zwei hervorragende Tage, das ist klar", sagte Schmidt einen Tag vor der ersten Begegnung mit dem Vorjahresfinalisten. "Aber wir sind nicht chancenlos."

Alle bisherigen Bayer-Versuche, ein Achtelfinale zu überstehen, endeten mit dem vorzeitigen Aus: Gegen Paris St. Germain, den FC Barcelona und den FC Liverpool schied die Werkself unter den besten 16 aus. Gegen die Madrilenen beschwor Schmidt am Dienstag das Ende dieser Serie: "Wir wollen nicht, dass schon Endstation für uns ist."

Atlético sei "eine sehr gute Mannschaft. Aber bei uns ist jeder motiviert, dieses Spiel zu gewinnen", sagte Bayers südkoreanischer Angreifer Heung-Min Son vor dem Hinspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky). Kapitän Simon Rolfes weiß um die Schwere der Aufgabe: "Dieses Los ist eine große Herausforderung. Aber wir trauen uns zu, Atlético Probleme zu bereiten."

Allerdings hat Bayer die zurückliegenden vier K.-o.-Duelle gegen spanische Vereine in der Addition aus Hin- und Rückspiel alle verloren. Atlético hat von seinen neun Auswärtspartien in der Champions-League seit September 2013 fünf gewonnen und nur eine verloren. "Chancenlos sind wir nicht, davon bin ich überzeugt", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler. Sein Rezept: "Wir müssen ein paar Fehler abstellen, dann können wir das Glück wieder erzwingen."

Die Generalproben verliefen unterschiedlich. Bayer musste sich beim FC Augsburg mit einem 2:2 begnügen, Atlético gewann gegen UD Almeria 3:0 und liegt in der Tabelle mit 53 Punkten an dritter Position hinter Champions-League-Gewinner Real Madrid (60) und dem FC Barcelona (56). "Das ist eine unglaublich starke Mannschaft, gegen die es natürlich schwer wird", meinte Rolfes.
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