Katastrophe für deutsche Handballfrauen

Weltmeisterschaft passé, Olympia adé: Zwei Jahre vor der Heim-WM stehen die deutschen Handball-Frauen vor einem Scherbenhaufen. "Fakt ist: Wir haben eine WM im eigenen Land 2017 - dafür ist das schädlich. Das tut uns richtig weh für die Vermarktung der Frauen", sagte Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB). Durch die 26:27 (10:13)-Niederlage im Playoff-Rückspiel am Samstag in Astrachan gegen Russland hatte die deutsche Mannschaft sechs Tage nach der 20:22-Heimschlappe die Teilnahme an der WM im Dezember in Dänemark verspielt.

Doch nicht nur das: Auch die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro finden ohne die deutsche Mannschaft statt. Denn in Dänemark werden die Plätze für die Olympia-Qualifikationsturniere vergeben. Rettung aus dem Dilemma kann nur noch die eigentlich unerwünschte Wildcard bringen, die schon den Männern aus der Patsche geholfen hat. "Die Wildcard bei den Männern hat geholfen, weil ein Konzept dahinterstand. Wenn wir bei den Frauen das gleiche vorweisen können, dann würden wir eine Wildcard beantragen. Ich finde, eine Wildcard muss sich lohnen und man muss sie sich dahingehend verdienen, dass ein Konzept dahinter stehen muss", sagte Hanning, der zugleich aber betonte, über das Prozedere nicht Bescheid zu wissen.
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