Kein Gladbacher Frust

Eine starke Leistung der Gladbacher Borussen gegen Juventus Turin wurde nur mit einem 1:1 belohnt. Und das reicht nicht mehr für das Achtelfinale in der Champions-League. Daran änderten auch die Anweisungen von Trainer André Schubert an seinen Kapitän Granit Xhaka nichts mehr. Bild: dpa

Gladbach scheidet aus der Champions-League aus, hat aber großen Respekt für die guten Leistungen gegen Juventus Turin verdient. Nun gibt es ein "Endspiel" gegen den FC Sevilla um den Einzug in die Europa-League.

Frust über das Aus in der Champions-League kam gar nicht erst auf. "Wir haben gegen den Vorjahresfinalisten jetzt zwei Mal unentschieden gespielt - das ist doch aller Ehren wert", befand Borussia Mönchengladbachs Kapitän Granit Xhaka nach dem respektablen 1:1 (1:1) gegen den italienischen Meister Juventus Turin. Den damit in der Königsklasse weiterhin sieglosen Gladbachern bleibt jetzt nur noch die Hoffnung auf den dritten Gruppenplatz und die Weiterbeschäftigung in der Europa-League. "Das ist jetzt unser Ziel, den dritten Platz zu erreichen und in der Europa-League zu überwintern", sagte Torhüter Yann Sommer.

Auch Trainer André Schubert war nach der zehnten Partie unter seiner Regie von seinem eigenem Team beeindruckt. "Wenn wir uns jetzt schon darüber ärgern, dass wir zu Hause gegen Juve nur einen Punkt holen, dann sind wir auf einem guten Weg", befand der Coach, der seine Mannschaft wieder gut eingestellt hatte und weiterhin im Rennen um den Cheftrainer-Posten bei Borussia bleibt. Max Eberl kündigte in der Länderspielpause nach dem kommenden Wochenende ein Gespräch mit Schubert an.

Pogbas Respekt

Der Sportdirektor hat den erneut guten Auftritt der Mannschaft gegen das Top-Team aus Turin registriert. "Die Mannschaft hat wie schon im Hinspiel ein großartiges Spiel gemacht. Wir haben bis zum Schluss alles gegeben, es hat aber leider nicht zum Sieg gereicht", meinte Eberl. Selbst Turins Starspieler Paul Pogba zollte dem Gegner Respekt. "Wir haben hier heute eine ganz schwere Aufgabe gehabt. Viele Teams hätten das Spiel wohl verloren", sagte der französische Nationalspieler, der mit einem feinen Pass den Ausgleichstreffer von Stephan Lichtsteiner einleitete.

Die Zuschauer honorierten den mutigen Auftritt und feierten das Team gebührend. "Wir haben bewiesen, dass wir jede Mannschaft der Welt vor Probleme stellen können", sagte Außenstürmer Ibrahima Traoré.

Anders als beim 0:0 in Turin zeigten sich die Gladbacher vor eigenem Publikum vor allem in der Offensive gegen den italienischen Rekordmeister stark verbessert. Aber außer dem Führungstreffer von Fabian Johnson (18.) wollte den Gastgebern kein weiteres Tor gelingen. Mo Dahoud und Thorgan Hazard trafen aus der Distanz jeweils nur die Latte, zudem war Torhüter Gianluigi Buffon bei weiteren Gelegenheiten auf dem Posten.
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