Kein Kommentar von ter Stegen
Champions-League

Auf dieses Gegentor wird Marc-André ter Stegen noch lange angesprochen werden: Roms Verteidiger Alessandro Florenzi hob den Ball aus 55,5 Metern Entfernung über den Torwart des FC Barcelona hinweg ins Netz. Archivbild: dpa
Rom.(dpa) Marc-André ter Stegen hatte es eilig. Wortlos rauschte der deutsche Fußball-Nationaltorwart aus den Katakomben des Römer Olympiastadions in Richtung Teambus. Zum 1:1 seines FC Barcelona beim Champions-League-Auftakt gegen den AS Rom und dem Tor zum 1:1 wollte sich der Keeper nicht äußern. Doch der spektakuläre Treffer aus 55,5 Metern war nach der Partie das Thema Nummer 1. "Ein außergewöhnliches Tor, das Rom zurück ins Spiel gebracht hat", sagte Barca-Trainer Luis Enrique, der ter Stegen aber keinen Vorwurf machte: "Wenn man so verteidigt wie wir, geht man dieses Risiko eben ein."

Doch für ter Stegen war die Szene, die das Stadion in der 31. Minute in Ekstase versetzte, sehr unglücklich. Roms Rechtsverteidiger Alessandro Florenzi hob den Ball kurz hinter der Mittellinie über den weit vor dem Tor stehenden Keeper hinweg. Einen ähnlichen Treffer hatte ter Stegen bereits beim 0:4 im Supercup gegen Athletic Bilbao im August kassiert - und hatte dafür viel Kritik einstecken müssen. Der jetzige Gegentreffer dürfte für den 23-Jährigen ein erneuter Rückschlag im Duell mit dem derzeit verletzten Claudio Bravo sein.

"Nach den letzten Fehlern spielt er im Mittelfeld und bezahlt dafür. Wenn er so viele Tore von außerhalb des Strafraums kassiert, ist das kein Zufall", kommentierte die "Gazzetta dello Sport" die Leistung des Deutschen, der von den italienischen Zeitungen zum schlechtesten Akteur des Spiels gewählt wurde. Doch ter Stegens Teamkollegen verteidigten den Keeper gegen die Kritik. "Es ist kein Fehler von Marc! Es ist 100 Prozent Geschick von Florenzi", schrieb Abwehrspieler Gerard Piqué auf Twitter. Und Außenverteidiger Sergi Roberto sagte: "Wir spielen mit einem hochstehenden Torhüter, so dass er uns bei Kontern helfen kann, und wir sind immer noch überzeugt, dass das der richtige Weg ist."

Gareth Bale außer Gefecht

Madrid.(dpa) Stümerstar Gareth Bale vom spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid droht eine mehrwöchige Zwangspause. Der 26-jährige Profi aus Wales habe eine Muskelverletzung an der linken Wade, teilte der Club am Donnerstag mit. Nach Angaben spanischer Medien deutet alles auf einen Riss des Schollenmuskels hin, der Bale im schlimmsten Fall für fünf Wochen außer Gefecht setzt. Bale war am Dienstag im ersten CL-Spiel der Königlichen daheim gegen Schachtjor Donezk (4:0) nach einer halben Stunden ausgewechselt worden.
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