Kein Lohn für den Club

Der Nürnberger Georg Margreiter foult Leipzigs Davie Selke (am Boden). Der Abwehrspieler des Clubs sah für diese Notbremse schon nach sechs Minuten die Rote Karte. Die Nürnberger lagen zur Pause mit 0:3 zurück, hätten aber fast noch den Ausgleich geschafft. Bild: dpa

Zur Pause lagen sie aussichtslos zurück, doch dann rafften sich die bereits früh dezimierten Nürnberger in Leipzig zu einer starken Leistung auf - belohnt wurden sie nicht.

Durch eine unglückliche Niederlage in Leipzig hat der 1. FC Nürnberg den Kontakt zur Spitze der 2. Bundesliga verloren. Die Franken unterlagen am Sonntagnachmittag vor allem wegen einer ganz schwachen Anfangsphase mit 2:3 (0:3). Nach zuvor sieben Punkten aus drei Partien geht der Club enttäuscht in die Länderspielpause - und das trotz einer beherzten Aufholjagd in mehr als 80 Minuten Unterzahl. Das Happy End verpasste der FCN aber in einer dramatischen Schlussphase. Dabei schien das Match schon nach einer guten Viertelstunde und den Toren von Leipzig durch Dominik Kaiser (8./Foulelfmeter) und Davie Selke (11./16.) entschieden. Zudem hatte der Nürnberger Georg Margreitter schon in der 6. Minute nach einer Notbremse Rot gesehen. Als Leipzig nach der Pause etwas nachließ, schlugen die Gäste von Trainer René Weiler durch Dave Bulthuis (62.) und Niclas Füllkrug (76.) zu. Leipzig wackelte, aber die Franken konnten ihren Kampf nicht mehr belohnen. "Wir waren mit einem Mann weniger die bessere Mannschaft", sagte Füllkrug. Weiler hatte am zehnten Spieltag erstmals Torwart-Routinier Raphael Schäfer aufgeboten, der den am Knie verletzten Thorsten Kirschbaum ersetzte. "Ich hoffe, dass er uns mit seiner Erfahrung weiterhelfen kann", sagte der Coach vor dem Anpfiff. Dann aber erlebte der Keeper eine Anfangsphase wie noch nie: Schon nach wenigen Minuten musste Margreitter mit Rot vom Platz, nachdem er Selke im Strafraum gefoult hatte. Den Strafstoß verwandelte Kaiser. Die Tore zwei und drei besorgte Selke selbst. Weiler reagierte nach einer halben Stunde und brachte Bulthuis für den überforderten Laszlo Sepsi, in Halbzeit zwei kam Füllkrug für Danny Blum. Beide Joker stachen, beide per Kopf, beide nach fast identischen Freistoßflanken von Kevin Möhwald.

Ein Abseitstor

Die Nürnberger witterten ihre Chance und hätten fast noch zweimal durch Füllkrug die Sensation geschafft. In der 78. Minuten verzog der Offensivakteur. In der Nachspielzeit stocherte er den Ball zwar über die Linie, das Tor aber wurde wegen Abseits nicht anerkannt.
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