Kiel und Flensburg mit Kracher-Spielen
Letzter Schritt zum Final Four

Stuttgart. Die ungewohnte Außenseiterrolle in der Handball-Königsklasse spornt die deutschen Spitzenclubs erst recht an. Der sorgengeplagte THW Kiel setzt vor dem Viertelfinale gegen den FC Barcelona auf seine Sieger-Mentalität, die SG Flensburg-Handewitt baut gegen den mazedonischen Meister Vardar Skopje auf die Heimstärke.

"Wenn man ständig unter Druck steht, so wie wir, kennt man solche Situationen", sagt Kiels Geschäftsführer Thorsten Storm vor dem Hinspiel am Sonntag (17.30 Uhr/Sky). Und nicht nur Storm weiß: Wer den THW vorzeitig abschreibt, macht einen Fehler. Schon im deutschen Achtelfinal-Duell mit den Rhein-Neckar Löwen war den Kielern das Aus prognostiziert worden, doch die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason schaffte es dank einer Energieleistung in die nächste Runde.

Auch im Final Four um den deutschen Pokal "war Flensburg der Favorit", sagt Storm. "Und trotzdem ging der Pokal nach Kiel." Ähnlich wie der FC Bayern München im Fußball verfügt der THW in besonderen Spielen über eine besondere Mentalität. Die wird auch Flensburg am Samstag (17.30 Uhr) gegen Skopje benötigen. "Vardar war schon 2014 stark, jetzt ist dieser Gegner noch stärker", sagt SG-Coach Ljubomir Vranjes. Damals hatte die SG die Mazedonier im Viertelfinale ausgeschaltet und zum bisher einzigen Mal den Einzug ins Final Four der Champions-League geschafft.

Aber wie auch Barça besitzt Skopje gegenüber seinem deutschen Kontrahenten einen möglicherweise entscheidenden Vorteil: die geringere Belastung. Beide Clubs hatten als Gruppensieger das Achtelfinale der Königsklasse überspringen dürfen. Zudem werden beide in ihren heimischen Ligen kaum gefordert. Dagegen strauchelt Kiel in der Bundesliga gerade bedenklich. Flensburg kämpft dagegen mit den Löwen um die Meisterschaft.
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