Klasse-Tennis des Serben beim Finalsieg gegen Andy Murray - Steffi Graf gratuliert Serena ...
Fünfter Australian-Open-Titel für Djokovic

Bereits zum sechsten Mal gewann Serena Williams die Australian Open. Bild: dpa
Novak Djokovic gönnte sich in der Pressekonferenz erst mal einen Schluck Champagner. "Ist der gluten-frei?", scherzte der ernährungsbewusste Australian-Open-Rekordsieger am Sonntag nach mehr als dreieinhalb Stunden Klasse-Tennis und dem 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:3, 6:0-Erfolg gegen Olympiasieger Andy Murray. Als der silberne Norman Brookes Challenge Cup auf dem Tisch vor ihm platziert wurde, grinste Djokovic und sagte: "Ah, da ist das Baby." Mit seinem Trainer Boris Becker hatte der Weltranglisten-Erste zuvor schon kurz in der Kabine auf seinen fünften Melbourne-Titel angestoßen.

Die Titel-Party hatte Grand-Slam-Rekordjägerin Serena Williams zu diesem Zeitpunkt schon hinter sich. Eigentlich wollte die 33-Jährige nach ihrem Finalsieg gegen Maria Scharapowa am Samstagabend nur noch schlafen, wurde von ihrem Team aber zum Ausgehen genötigt und erschien "sehr müde" beim traditionellen Fotoshooting am Vormittag.

19. Grand-Slam-Titel

"Sie spielen zu sehen, ist ein Privileg für jeden Tennisfan. Gut gemacht, Serena", schrieb Steffi Graf auf ihrer Facebook-Seite und nannte die jüngere der beiden Williams-Schwestern einen "großen Champion". Mit ihrem 19. Grand-Slam-Titel hat Williams nur noch die Größte der Tennis-Branche vor sich und Chris Evert und Martina Navratilova (jeweils 18 Major-Siege) nun hinter sich gelassen.

Sechsmal triumphierte Williams Down Under, für Djokvic war es Titel Nummer fünf. "Das ist bei weitem mein erfolgreichstes Turnier. Es ist ein Privileg, mit Legenden wie Rod Laver oder Roy Emerson in einem Atemzug genannt zu werden", sagte Djokovic und betonte: "Dieser Titel ist aber noch einmal etwas Besonderes, weil er mein erster als Ehemann und Vater ist. Das ist ein ganz spezielles Gefühl."

Mit einem lauten "Yes" und einem kurzen Berühren der Fäuste hatten Becker und Djokovic auf dem Court den achten Grand-Slam-Triumph des 27 Jahre alten Serben zelebriert. Als erster Spieler in der Profi-Geschichte hat Djokovic nun fünfmal im Melbourne Park triumphiert.

Im Finale gegen Murray war zweieinhalb Sätze lang das Wort Spektakel für das Geschehen in der Rod-Laver-Arena eine unverschämte Untertreibung. 72 Minuten dauerte der erste Satz, 80 Minuten der zweite - und die beiden Protagonisten trieben sich gegenseitig an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit. Im dritten Satz gelang Djokovic das entscheidende Break zum 5:3, das Murray mit lauten Selbstbeschimpfungen quittierte. Der Melbourne-Fluch endete für ihn nicht.
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